Zu viel Schnee - Marathon-Tag in Bischofshofen

Heftiger Schneefall sorgt für die Absage der Skisprung-Quali in Bischofshofen

Vierschanzentournee in Bischofshofen

Zu viel Schnee - Marathon-Tag in Bischofshofen

Schnee ohne Ende hat den Zeitplan für das Finale der Vierschanzentournee ziemlich durcheinandergewirbelt. Heute sollen das abgesagte Training, die Quali und das eigentliche Springen stattfinden. Dafür arbeiten unermüdliche Helfer seit dem frühen Morgen.

Der Schneefall hörte im Laufe des Samstags (05.01.2019) nicht auf. Rund um die Schanze waren Arbeiter und Räumfahrzeuge im Dauereinsatz, um einigermaßen reguläre Bedingungen für die Springer zu schaffen. Auch die Räumung der Zuschauertribünen erwies sich als aussichtsloses Unterfangen. Zunächst wurden das Training und die Quali nur verschoben, am Nachmittag erklärte der Weltverband FIS dann, dass nicht gesprungen werden kann. Renndirektor Walter Hofer sagte im ZDF: "Der Schnee hörte den ganzen Tag nicht auf. Wir hatten zu keiner Zeit die Chance, die Schanze herzurichten. Besonders problematisch ist die Situation am Aufsprunghang. Da könnte es für die Springer gefährlich werden." Nach Aussage von Hofer soll der Schneefall bis Sonntagvormittag anhalten. "Danach hoffen wir auf ein Zeitfenster, um die Schanze gut zu präparieren. Um 17 Uhr soll regulär der Wettkampf starten, aber ohne K.o.-Modus." Das Training soll nun am Sonntag (06.01.19) um 13.30 Uhr und die Qualifikation um 14.30 Uhr nachgeholt werden.

Schuster: "Hoffen auf Wetterbesserung"

Heftiger Schneefall sorgt für die Absage der Skisprung-Quali in Bischofshofen

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Die deutschen Springer um den Gesamtzweiten Markus Eisenbichler hatten zum Zeitpunkt der Absage den Weg zur Paul-Außerleitner-Schanze noch nicht angetreten. Sie warteten entspannt im Teamhotel ab. Bundestrainer Werner Schuster verordnete seinen Athleten für den restlichen Tag Regeneration: "Morgen wird das Programm dichter. Wir müssen früher an die Schanze, das wird ein langer Tag. Da muss man hintenraus richtig fit sein." Zur abgesagten Qualifikation sagte er: "In der Summe ist es ein bisschen schade. Ein paar Trainingssprünge hätten uns ganz gut getan. Aber unter diesen Bedingungen macht es wenig Sinn. Hoffen wir auf eine Wetterbesserung."

Die Ausgangslage fürs Finale

Der bislang überragende Japaner Ryoyu Kobayashi steht kurz vor dem Triumph bei der Vierschanzentournee. Der Gesamtsieg ist ihm kaum noch zu nehmen. Auch Schuster glaubt nicht, dass sich die ungewöhnlichen Bedingungen von Bischofshofen noch auswirken: "Es ist nicht damit zu rechnen, dass Ryoyu Kobayashi noch strauchelt - und das wünschen wir ihm auch nicht. Wenn er seine Leistung bringt, wird er die Tournee nach Hause bringen." Der zweitplatzierte Markus Eisenbichler liegt umgerechnet bereits rund 26 Meter hinter dem Japaner, der nach Siegen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck als dritter Springer den Tournee-Grand-Slam schaffen kann. Zu den Aussichten seiner Top-Athleten meinte Schuster: "Markus Eisenbichler hat keine schlechte Position, aber ich würde auch den Stephan Leyhe nicht unterschätzen." Der aktuell Fünfte im Gesamtklassement sei immer besser geworden. "Dann haben wir zwei Eisen im Feuer für einen Podestplatz."

Thema in: B5 Sport, 05.01.2019, 16.55 Uhr

red/dpa | Stand: 06.01.2019, 10:10

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