Auf die Plätze - fertig - Sölden

Viktoria Rebensburg

Weltcupauftakt

Auf die Plätze - fertig - Sölden

Von Wolfram Porr

Mit einem schlanken Aufgebot geht der Deutsche Skiverband den Weltcupauftakt der Alpinen in Sölden an. Viktoria Rebensburg bei den Frauen und Stefan Luitz bei den Männern könnten direkt für Furore sorgen.

Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) liegt die Strecke auf dem Rettenbachferner. Schon zweimal (2010 und 2017) konnte die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 und amtierende Vize-Weltmeisterin in ihrer Paradedisziplin hier gewinnen. Am Samstag (Start des ersten Durchgangs: 10.00 Uhr im Livestream und Ticker bei sportschau.de) gehört sie wieder zu den Favoritinnen. "Viktoria Rebensburg machte in der Vorbereitung einen sehr stabilen Eindruck. Wir hoffen, dass sie sich über die gesamte Saison gut entwickelt und, wie in den letzten Jahren, Zugpferd und Erfolgsgarant für das Damen-Team sein wird. Ihr und unser Anspruch ist es, um die Disziplinenkugel zu kämpfen“, sagt DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier über seine Vorzeigeathletin.

Erstes Kräftemessen im "Wohnzimmer"

Die 30-Jährige sagt selbst: "Die Weltcupstrecke am Rettenbachferner in Sölden kann ich guten Gewissens als mein Wohnzimmer bezeichnen. Seit dem Jahr 2007 bin ich dort - bis auf eine Ausnahme - jedes Jahr in die Saison gestartet und durfte dabei viermal auf dem Podest stehen. Ich mag den Hang und ich mag die Atmosphäre in Sölden." Sie freue sich auf das erste Kräftemessen nach den langen Monaten des Trainings: "Nach Sölden weiß man, wo man steht, und wie es bis zu den nächsten Rennen in den USA weitergeht. Ich freue mich drauf!"

Dürr und Schmotz wollen positiv überraschen

Neben Rebensburg werden Lena Dürr (SC Germering) und Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) an den Start gehen. "In der Vorbereitung lag der Fokus zwar mehr auf dem Slalom und weniger auf dem Riesenslalom, aber umso mehr freue ich mich, in Sölden dabei sein zu können“, so Dürr. "Diese Chance möchte ich nutzen, zumal mit der zu erwartenden Startnummer um die 40 auch eine gute Chance besteht, den Finallauf erreichen zu können.“ Ähnlich positiv geht auch Schmotz die Sache an. Für die 25-Jährige ist es die Sölden-Premiere: "Ich habe in der letzten Woche auf dem Rennhang trainiert und fühle mich gut vorbereitet für dieses erste Kräftemessen.“

Luitz gut drauf - Dopfer hofft auf Ende der Talsohle

Stefan Luitz

Stefan Luitz

Bei den deutschen Männern heißt vor dem ersten Rennen der Saison am Sonntag (10.00 Uhr im Livestream und Ticker bei sportschau.de) der große Hoffnungsträger der Techniker Stefan Luitz (SC Bolsterlang). Der 27-Jährige soll die Lücke schließen, die der zurückgetretene Felix Neureuther hinterlässt. "Ich bin fit und freue mich auf Sölden. Schulter und Knie sind wieder hergestellt, und den Sommer über habe ich mich gut vorbereiten können“, sagt Luitz, der in Ushuaia/Argentinien neues Material getestet und nach eigenen Worten gut trainiert hat. Selbiges gilt auch für Fritz Dopfer (SC Garmisch), der nach einem verlorenen Jahr mit vielen Enttäuschungen wieder durchstarten möchte: "Das Rennen am Rettenbachferner ist für mich eine erste Standortbestimmung. Ich konnte mich gut auf den Winter vorbereiten, und entsprechend gespannt bin ich auf das erste internationale Kräftemessen. Ich bin guter Dinge, positiv und optimistisch für die neue Saison.“

Premiere für Meisen: "Der Hammer!"

Außerdem schickt der DSV mit Alexander Schmid (SC Fischen) und Bastian Meisen (SC Garmisch) zwei weitere Athleten an den Start. Schmid, der bereits erste Achtungserfolge im Weltcup verbuchen konnte, steht nach einer hartnäckigen Verletzung erst seit September wieder auf Skiern. Für ihn kommt Sölden sicherlich noch zu früh. Der 25-Jährige erhofft sich aber, dass ihn die Rennpraxis einen Schritt voranbringt. Meisen, der in Sölden seine Weltcuppremiere feiert, empfindet einfach nur Vorfreude: "Das ist der Hammer! Ich bin extrem happy, dass ich mich in der internen Qualifikation durchsetzen konnte. Jetzt freue ich mich umso mehr auf das Rennen."

Stand: 25.10.2019, 10:57

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