Neureuther mit grandioser Aufholjagd

Mit Neureuther ist weiterhin zu rechnen Morgenmagazin 07.01.2019 01:32 Min. Verfügbar bis 07.01.2020 Das Erste

Weltcup in Zagreb

Neureuther mit grandioser Aufholjagd

Mit einem Top-Ten-Platz hatte Felix Neureuther beim Slalom von Zagreb nach dem ersten Lauf wohl selbst nicht mehr gerechnet. Mit einer soliden Fahrt im zweiten Durchgang und durch zahlreiche Ausfälle ging es für ihn aber noch bis auf Rang acht nach vorn. Den Sieg holte Slalom-König Marcel Hirscher.

Nach dem ersten Lauf am Sonntag (06.01.2019) hatten noch drei Österreicher in Front gelegen. In der Endabrechnung waren es dann zwei Podestplätze. Hirscher feierte seinen 64. Weltcupsieg und den 30. im Slalom. In Durchgang zwei gelang ihm ein höchst präziser Lauf. Am Ende hatte er 0,6 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Alexis Pinturault aus Frankreich. Dritter wurde mit Manuel Feller ebenfalls ein Österreicher. Nach dem ersten Durchgang hatte Fellers Teamkollege Marco Schwarz noch in Führung gelegen. Dem Sieger im Parallel-Slalom von Oslo spielten dann aber wohl die Nerven einen Streich. Er fädelte unmittelbar nach dem Start ein und schied aus.

Alexis Pinturault, Marcel Hirscher und Manuel Feller (v.l.n.r.)

Slalom-Sieger Hirscher mit Pinturault (li.) und Feller (re.) in Zagreb

Neureuther macht 15 Plätze gut

Felix Neureuther war der einzige Deutsche, der beide Läufe in Zagreb ins Ziel brachte. Nach zwei groben Fehlern im ersten Durchgang (+1,89 Sekunden/Rang 23) war kein Spitzenplatz mehr drin, aber der 34-Jährige wollte trotzdem angreifen. Auch sein zweiter Lauf war nicht fehlerfrei, vor allem im oberen Bereich verlor er Zeit. Dafür fuhr Neureuther im Mittelteil stark und schob sich noch in die Top Ten. Nachdem er mit seinem ersten Lauf noch recht unzufrieden war, zog er am Ende im ZDF ein positives Fazit: "Das war eine solide Fahrt. Ich wollte mehr Sicherheit reinbringen und Fehler abstellen. Der Lauf war nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin streckenweise schon wieder sehr schnell, aber ich schaffe es noch nicht, zwei konstante Läufe runterzubringen. Daran muss ich jetzt arbeiten."

Schwarzer Tag für deutsche Athleten

Neben Neureuther hatte sich auch Stefan Luitz für den zweiten Durchgang qualifiziert. Allerdings hatte der 26-Jährige dann große Probleme im Steilhang, konnte sich zunächst retten. Bei der Einfahrt in den Zielhang drehte er aber etwas zu früh an und fädelte ein. Im ZDF gab sich Luitz aber zuversichtlich: "Im Training komm ich schon gut klar, ich fühle mich wohl. Es ist aber echt schwer, die Ergebnisse auch im Rennen umzusetzen. Mit einer hinteren Startnummer muss alles passen, da muss man Risiko gehen. Ein Einfädler passiert schnell im Slalom, da lasse ich den Kopf nicht hängen." Ganz schnell abhaken sollten die anderen deutschen Athleten diesen Slalom von Zagreb. Gleich fünf Starter verpassten den zweiten Durchgang. Dominik Stehle scheiterte als 34. und Linus Straßer als 47. Noch schlimmer erging es Sebastian Holzmann, David Kletterer und Fritz Dopfer - sie schieden im 1. Durchgang aus.

ake | Stand: 06.01.2019, 16:30

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