Straßer feiert als Siebter starkes Comeback

Slalom der Herren - der 2. Lauf aus Zagreb Sportschau 05.01.2020 36:04 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

Slalom in Zagreb

Straßer feiert als Siebter starkes Comeback

Linus Straßer hat beim Slalom in Zagreb ein furioses Comeback in den Schnee gekurvt. Der 27-Jährige verpasste allerdings seine Chance aufs Podest und wurde Siebter. Den Sieg feierte der Franzose Clément Noël.

Überraschend war Linus Straßer vom TSV 1860 München am Sonntag (5.01.20) vorzeitig in den Weltcup zurückgekehrt. Der 27-Jährige hatte sich Anfang Dezember einen Kahnbeinbruch zugezogen und war eigentlich von einer Zwangspause bis Ende Januar ausgegangen. Für Zagreb gab es dann doch schon grünes Licht von den Ärzten. Unbeindruckt von seiner Blessur lieferte er daraufhin eine bärenstarke Vorstellung ab. Der Technikspezialist lag mit einem Rückstand von 0,18 Sekunden nach dem ersten Durchgang auf Podestkurs. "Es war ein cooler Lauf", so Straßer, der mit Startnummer 31 noch auf Platz drei stürmte. "Im zweiten Durchgang gibt es die gleiche Attacke noch mal", kündigte der Münchner selbstbewusst an.

Zenhäusern legt vor

Die schnellste Zeit hatte aber Ramon Zenhäusern mit 57,49 Sekunden als Startläufer vorgelegt. "Es war mehr Glück als Verstand", sagte der Zweimeter-Mann über seine perfekten Vorstellung im ARD-Interview. Am nächsten kam ihm Michael Matt. Der Österreicher fuhr bis auf 0,07 Sekunden an die Zeit von Zenhäusern heran.

Clement Noël Slalom in Zagreb

Clement Noël beim Slalom in Zagreb

Der Franzose Clément Noël hatte mit 0,27 Sekunden Rückstand als Vierter ebenfalls eine starke Ausgangsposition. Doch mit Manfred Möllg (ITA/+ 0,31 Sekunden), Andre Myhrer (SWE/+0,36) und Manuel Feller (AUT/+ 0,50) lagen noch drei weitere Konkurrenten in minimaler Schlagdistanz.

Noël nutzt seine Chance, Strasser verpasst Podest

Die Top sieben des ersten Laufs trennten auf der "Crveni Spust" nur fünf Zehntelsekunden. Strassers erneut wilder Ritt durch die Stangen wurde allerdings nicht mit einem Podestplatz belohnt. Mit Platz sieben fuhr der Slalomspezialist aber dennoch sein bestes Saison-Ergebnis ein. "Ich merk einfach, dass ich die Belastung nicht mehr so gewohnt bin. Aber ich bin zufrieden", so der 27-Jährige. Angreifen konnte dagegen Noël, der sich mit 1:57,14 Minuten am Ende knapp durchsetzte. Zenhäuser musste sich mit 0,07 Sekunden Rückstand dem abgezockteren Franzosen geschlagen geben. Platz drei sicherte sich Alex Vinatzer (ITA). Der Junioren-Weltmeister aus Bozen fuhr von Platz acht noch auf seinen ersten Weltcup-Podestplatz vor.

Strasser nach starkem Comeback: "Belastung nicht mehr so gewohnt" Sportschau 05.01.2020 01:11 Min. Verfügbar bis 05.01.2021 Das Erste

Und wo waren die Topfavoriten?

Alexis Pinturault (+1,12 Sekunden), der Sieger von Val d'Isère, wurde zunächst disqualifiziert, dann aber wieder als 14. in die Wertung genommen. Der Franzose ging im zweiten Lauf nicht an seine Grenzen und reihte sich als Neunter ein. Mitfavorit Henrik Kristoffersen, Sieger des ersten Saison-Slaloms in Levi, lag als 21. bereits 1,50 Sekunden zurück. Auch im zweiten Lauf passte es nicht beim Norweger. Am Ende musste er das Rennen als 19. abhaken.

Vier DSV-Fahrer nicht im zweiten Durchgang

David Ketterer (SSC Schwenningen) lag nach dem ersten Durchgang zwar nur 2,08 Sekunden zurück, doch wie Fritz Dopfer (SC Garmisch) (+ 2,25 Sekunden) verpasste er die Top 30 und damit die Finalteilnahme. Dominik Stehle (SC Obermaiselstein) war dagegen wie Stefan Luitz (SC Bolsterlang) vorzeitig ausgeschieden.

mla | Stand: 05.01.2020, 18:31

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

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Ski Alpin | Weltcupstand Herren

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