Vlhová gewinnt Slalom-Duell mit Shiffrin

Ski alpin: Deutsche Slalomfrauen enttäuschen bei Vlhová-Sieg Sportschau 04.01.2020 00:28 Min. Verfügbar bis 04.01.2021 Das Erste

Slalom-Weltcup in Zagreb

Vlhová gewinnt Slalom-Duell mit Shiffrin

Beim Slalom der Frauen in Zagreb hat Petra Vlhová endlich wieder die schnellste Linie gefunden. Die Slowakin setzte sich klar vor Topfavoritin Mikaela Shiffrin durch. Beste Deutsche war Christina Ackermann.

Petra Vlhová hatte den Slalom am Samstag (4.01.20) auf der "Crveni Spust" im kroatischen Zagreb eröffnet. Die Slowakin fuhr konzentriert, aber nicht ganz fehlerfrei durch den Kurs. Mit 57,25 Sekunden legte sie jedoch eine Bestzeit vor, die nicht zu knacken war. "Ich hab eine perfekte Piste vorgefunden. Und das habe ich versucht bestmöglich zu nutzen", sagte sie im ORF. Dauerrivalin Mikaela Shiffrin, die bereits viermal in Zagreb gewinnen konnte, blieb ebenfalls nicht fehlerfrei und musste sich mit einem Rückstand von 1,16 Sekunden hinter Vlhová einreihen. "Nichts liegenlassen", so die Devise von Shiffrin vor dem zweiten Lauf: "Ich weiß nicht ob ich die Sekunde aufholen kann, aber ich werde mein Bestes geben." Die Schweizerin Wendy Holdener (+1,81) war Dritte.

Shiffrin attackiert, doch Vlhová kontert

Der zweite Kurs war rhytmischer gesetzt und nicht mehr ganz so eisig. Wendy Holdener verpasste das Podium knapp. Platz drei sicherte sich dafür die Österreicherin Katharina Liensberger. Einen ganz heißen Ritt durch die Stangen lieferte dann Shiffrin ab, die mit einem sattem Vorsprung von 2,18 Sekunden vor Liensberger ins Ziel fuhr. Doch Vlhová konterte mit einer entschlossenen Fahrt und verwies Dauersiegerin Shiffrin auf Platz zwei. 1,31 Sekunden vor der US-Amerikanerin holte sich die 24-Jährige den ersten Saisonsieg und auch den ersten Erfolg ihrer Karriere in Zagreb.

Ackermann in Top 20

Christina Ackermann (SC Oberstdorf) erwischte keine wirklich guten Tag. Nach einem beherzten Start rutschte sie kurz weg, damit war die Jagd auf die Bestzeit schon verloren. Im Ziel lag sie 3,28 Sekunden hinter Vhlová auf Platz 17. Im zweiten Lauf zeigte sie zwar eine technisch solide Leistung, doch der große Sprung nach vorne war nicht drin. "Mir kam es spritziger vor als im ersten Durchgang", so Ackermann kritisch. "Ich weiß nicht, warum ich nicht mehr ans Limit herankam. Irgend etwas hat heute nicht gepasst." Sie holte als 19. noch das beste deutsche Slalomergebnis (+5.98). Jessica Hilzinger kam mit 3,63 Sekunden Rückstand ins Ziel und war zur Halbzeit 24. Die 22-Jährige ( +6,47) konnte sich im Finale immerhin noch auf Rang 22 verbessern.

Lena Dürr (SV Germering) kam mit dem Kurs nicht ganz so gut zurecht. 3,10 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit waren ein kleiner Dämpfer auf dem Weg zu einem guten Ergebnis. "Den Schwung noch kürzer setzen und noch brutaler fahren", kündigte Dürr im ZDF für den finalen Lauf an. Im Zwischenklassement war sie 16. Dürr schaffte es allerdings nicht im Finale weiter nach vorne zu kommen, sondern rutschte auf Platz 25 ab.

Vier von sieben DSV-Läuferinnen verpassen Durchgang zwei

Marina Wallner (SC Inzell), blieb auf der eisigen Piste zu lange auf den Kanten, damit bremste sie sich selbst aus und kassierte 4,38 Sekunden Rückstand. Dadurch verpasste sie den zweiten Durchgang genauso wie Andrea Filser (SV Wildsteig) mit 4,69 Sekunden Rückstand. Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) schied nach starken ersten Toren aus, auch Martina Ostler (SC Garmisch) kam nicht ins Ziel.



mla | Stand: 04.01.2020, 13:48

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Federica Brignone1378
2.Mikaela Shiffrin1225
3.Petra Vlhová1189
4.Corinne Suter837
5.Marta Bassino817

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Aleksander Aamodt Kilde1202
2.Alexis Pinturault1148
3.Henrik Kristoffersen1041
4.Matthias Mayer916
5.Vincent Kriechmayr794
Darstellung: