Ski Alpin | Riesenslalom in Alta Badia Kristoffersen feiert Comeback - DSV-Läufer nur Zuschauer in Alta Badia

Stand: 19.12.2021 14:30 Uhr

Der Norweger Henrik Kristoffersen feierte beim Riesenslalom in Alta Badia nach erfolglosen Wochen ein fulminantes Sieg-Comeback. Die deutschen Riesenslalomfahrer verpassten das Finale.

Der Norweger Henrik Kristoffersen hat den Riesenslalom in Alta Badia gewonnen. Im zweiten Durchgang fuhr er von Platz sieben auf eins.

Nach dem ersten Durchgang hatte sich noch ein Zweikampf zwischen Weltmeister Mathieu Faivre und dem Gesamtweltcupführenden Mario Odermatt aus der Schweiz angedeutet. Nur zwei Hundertstel waren beide getrennt.

Doch beide patzten und blieben im zweiten Durchgang nicht fehlerfrei. Während Odermatt zumindest Platz zwei retten konnte, fiel Faivre bis auf Rang 16 zurück. Dritter wurde der Österreicher Manuel Feller.

Österreichs neuer Skiheld: Patrick Feurstein

Für ein kleines Skimärchen sorgte im zweiten Lauf der Österreicher Patrick Feurstein. Der 25-Jährige sammelte zum ersten Mal in seiner Karriere Weltcuppunkte - und wie: Im zweiten Durchgang schob er sich vom 27. auf den vierten Platz nach vorne. Die komplette vergangene Saison hatte Feurstein wegen einer Nervenentzündung verpasst.

Alexander Schmids kapitaler Fehler

Ein Rennen zum Vergessen erlebte der Allgäuer Alexander Schmid. Eine Woche nach seinem Aus beim Slalom von Val d'Isere war er auch in Alta Badia kurz davor, nicht die Ziellinie zu sehen.

Beim Übergang in den Steilhang verschlug es ihm die Ski. Schmid blieb zwar im Rennen und rettete sich ins Ziel. Mit 3,17 Sekunden Rückstand auf den führenden Faivre verpasste er jedoch den zweiten Lauf und verfolgte diesen nur als Zuschauer.

"Beim Wechsel bin ich irgendwie an der Kante hängengeblieben, und dann hat es mich rausgedreht", analysierte ein enttäuschter Schmid kurz nach seinem Lauf. Ein schwacher Trost für den 27-Jährigen: Die Olympia-Qualifikation hat er durch Platz sechs am vergangenen Wochenende beim Riesenslalom von Val d'Isere bereits sicher.

Auch Rauchfuss und Gratz verpassen Lauf zwei

Wie Schmid war auch Julian Rauchfuss nur Zuschauer bei der Entscheidung. Der Sportsoldat aus Mindelheim startete engagiert, baute dann aber immer mehr kleinere Fehler ein und kam mit 3,04 Sekunden Rückstand jenseits der Top 30 ins Ziel. Fabian Gratz, der dritte Starter des Deutschen Skiverbands (DSV), kam nicht ins Ziel und schied aus.