Brignone gewinnt, Rebensburg und Schmotz in den Top Ten

Rebensburg bei Brignones Riesenslalom-Sieg auf viertem Platz Sportschau 17.12.2019 01:34 Min. Verfügbar bis 17.12.2020 Das Erste

Weltcup-Riesenslalom in Courchevel

Brignone gewinnt, Rebensburg und Schmotz in den Top Ten

Die Italienerin Federica Brignone hat den Riesenslalom in Courchevel gewonnen. Viktoria Rebensburg holte mit Platz vier ihr bestes Saisonergebnis in dieser Disziplin. Marlene Schmotz fuhr auf Platz neun zum besten Weltcupergebnis ihrer Karriere.

Platz 13 beim Weltcupauftakt in Sölden, Platz sieben in Killington - für Viktoria Rebensburg hatte die Saison in ihrer einstigen Paradedisziplin Riesenslalom mit Luft nach oben begonnen. Im französischen Courchevel wollte die Kreutherin zeigen, dass auch im Riesenslalom in dieser Saison mit ihr zu rechnen ist.

Doch trotz eines starken ersten Durchgangs lag sie zunächst nur auf Platz acht. Der Optimismus war aber noch da. "Es ist sehr eng, da ist sicher noch einiges möglich im zweiten Durchgang", sagte sie gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: "Ich habe endlich wieder das Gefühl, dass ich wieder die Chefin bin, wenn ich da runter fahre."

51 Hunderstel Rückstand hatte Rebensburg auf die Überraschungsführende Mina Fürst Holtmann aus Norwegen, 38 Hundertstel auf Podestplatz drei. Da stand nach dem ersten Lauf die Italienerin Federica Brignone, Zweite war deren Landsfrau Marta Bassino.

Rebensburgs Aufholjagd endet auf Platz vier

Perfekt war Rebensburgs Aufholjagd nicht. Einige Hundertstel verschenkte sie mit kleineren Wacklern im zweiten Durchgang. Als sie im Ziel ankam, leuchtete aber die "1" auf - Platz acht hatte sie also auf jedenfalls sicher. Dann konnte sie nur noch warten.

Die Neuseeländerin Alice Robinson und die Schwedin Sara Hector konnten Rebensburg nicht von der Spitze stoßen. Erst die Schweizerin Wendy Holdener verdrängte Rebensburg von Platz eins und übernahm die Führung. Die Slowakin Petra Vlhova kam zeitgleich mit Rebensburg ins Ziel. Oben nur noch die Top drei des ersten Laufs, die Italienerinnen Brignone und Bassino sowie die Überraschungsführende Holtmann.

Brignone fuhr souverän auf eins, Bassino fiel zurück, noch stand Rebensburg auf dem Podest. Und Holtmann? Die 24-Jährige blieb nervenstark, auch wenn es nicht ganz reichte: Sie fuhr auf Platz zwei, vier Hundertstel hinter Brignone, was dennoch das beste Weltcupergebnis ihrer Karriere bedeutet. Für das zeitgleiche Duo Rebensburg/Vlhova blieb Platz vier. "Ein bissl enttäuscht bin ich schon", sagte sie nach dem Rennen.

Bestes Karriereergebnis: Schmotz schneller als Shiffrin

Neben Rebensburg war auch Marlene Schmotz im zweiten Durchgang dabei. Als 20. qualifzierte sich für den zweiten Durchgang, dort zeigte sie einen Galalauf mit der schnellsten Laufzeit aller Starterinnen und kletterte bis auf Rang neun - das beste Weltcupresultat ihrer Karriere. Damit lag sie sogar deutlich vor Mikaela Shiffrin, der Führenden im Gesamtweltcup. Die US-Amerikanerin kam in Courchevel in beiden Läufen nicht mit der anspruchsvollen Piste "Stade Emile-Allais" zurecht und wurde abgeschlagen 17.

Lena Dürr verpasste als 35. im ersten Durchgang (+2,51) den zweiten Lauf genauso wie Nachwuchsfahrerin Leonie Flötgen, die nach einem Fehler ausschied.

Stand: 17.12.2019, 14:25

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