Franzose Noel gewinnt Slalom in Kitzbühel

Clement Noel

Weltcup in Kitzbühel

Franzose Noel gewinnt Slalom in Kitzbühel

Nur eine Woche nach seinem Premierensieg in Wengen steht Clement Noel erneut ganz oben auf einem Weltcuppodest: Der Franzose gewann den Slalom von Kitzbühel - trotz furioser Aufholjagd des Österreichers Marcel Hirscher. Felix Neureuther verpasste knapp die Top Ten.

Mit Startnummer 13 und einem fehlerfreien ersten Lauf hatte sich zunächst der Schweizer Ramon Zenhäusern beim Slalom der Hahnenkammrennen an die Spitze gesetzt. Zwölf Hundertstel Vorsprung vor dem Franzosen Clement Noel brachte er mit in den zweiten Lauf. Weiter fünf Hundertstel dahinter lag dessen Landsmann Alexis Pinturault auf Platz drei.

Dominator Hirscher und eine furiose Aufholjagd

Die vermeintlichen Topfavoriten waren dagegen im ersten Durchgang alle nicht fehlerfrei durch die anspruchsvoll gesteckten Stangen am Kitzbüheler Ganslernhang gekommen. Marcel Hirscher, der Überflieger der bisherigen Weltcupsaison, hatte auf Platz acht schon deutliche 88 Hundertstel Rückstand. Mit Wut und Laufbestzeit im zweiten Durchgang setzte er dann aber ein deutliches Zeichen und schob sich zwischenzeitlich an die Spitze.

Als Alexis Pinturault sieben Hundertstel hinter Hirscher die Ziellinie querte, war klar, dass sich Hirscher sogar noch aufs Podest schieben würde. Nur - auf welchen Platz? Clement Noel, der Gewinner des Wengen-Slaloms in der vergangenen Woche, konnte an Hirscher vorbeiziehen. Dann nur noch Zenhäusern. Und der Zwei-Meter-Mann aus der Schweiz, der bisher nur in einem Parallelslalom ganz oben auf dem Podest gestanden hat, zeigte Nerven - er fiel auf Platz sechs zurück, Noel feierte seinen zweiten Weltcupsieg in nur einer Woche.

Neureuther stark im zweiten Lauf

Einen bitteren ersten Durchgang erwischte Felix Neureuther, der einen "Riesenfehler" eingebaut hatte, "wo ich gestanden bin" - 1,56 Sekunden lag er als 15. nach Lauf eins hinter der Spitze. Allerdings: "Obwohl ich weit hinten bin, bin ich sehr zufrieden, weil es skifahrerisch besser war. Das war ein Riesenfortschritt", sagte er zur Halbzeit. Und in der Tat: So langsam laufen die Ski wieder flüssig beim Partenkirchner, der im zweiten Durchgang attackierte. MIt der siebtbesten Laufzeit kletterte er Platz um Platz nach oben. Am Ende wurde er Elfter.

Debakel für das übrige Team des Deutschen Skiverbands

Die übrigen Starter des Deutschen Skiverbands (DSV) - Dominik Stehle, Fritz Dopfer, Linus Straßer und Sebastian Holzmann - kamen nach Fahrfehlern schon im ersten Durchgang nicht ins Ziel.

Neureuther-Humor vor dem Slalom

Wegen der Wetterprognose für Kitzbühel war das Rennprogramm kurzfristig verändert worden. Die Hahnenkamm-Abfahrt fand schon am Freitag (25.01.2019) statt, der Slalom am Samstag, am Sonntag enden die Hahnenkamm-Rennen mit dem Super-G.

Vor allem die Slalomfahrer hatten die Verschiebung begrüßt, teilweise mit viel Humor. "Das erste Mal in der Geschichte von Kitzbühel, dass nur 50 Prozent der Zuschauer besoffen sind und nicht 90 Prozent noch Rest-Alkohol haben am Sonntag", scherzte beispielsweise Neureuther über den Weltcup in Kitzbühel, der traditionell immer von großen Partys jenseits des sportlichen Geschehens begleitet wird.

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Schwarzenegger wieder in Kitzbühel

Auch in diesem Jahr traf sich neben den "normalen" Alpinfans auch wieder die A-, B- und C-Prominenz zum Feiern rund um die Hahnenkammrennen. Bei einer traditionellen "Weißwurstparty" am Freitagabend in Going nahe Kitzbühel waren unter anderem der frühere US-Gouverneur und Schauspieler Arnold Schwarzenegger, Österreichs "Volksrocker" Andreas Gabalier, Ex-Boxer Axel Schulz und zahlreiche Köpfe aus der TV- und Showbranche im Feiereinsatz.

Arnold Schwarzenegger, Andreas Gabalier, Schwarzenegger-Freundin Heather Milligan und Mario Adorf (v.l.) in Going

Arnold Schwarzenegger, Andreas Gabalier, Schwarzenegger-Freundin Heather Milligan und Mario Adorf (v.l.) in Going

Thema in: B5 Sport, 26.01.2019, 10.55 Uhr

br/sid | Stand: 26.01.2019, 13:29

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