Rebensburg will wieder "gut Ski fahren"

Viktoria Rebensburg

Weltcup in Sestriere

Rebensburg will wieder "gut Ski fahren"

Viktoria Rebensburg durchläuft derzeit eine schwere Phase: Ihre Leistungen sind im Moment zu wechselhaft. Beim Weltcup im italienischen Sestriere will die 30-Jährige wieder angreifen und "technisch sauber und gut Ski fahren".

Rang 23 in der Abfahrt in Zauchensee und damit noch vier Plätze hinter der besten Deutschen Michaela Wenig, dann das Aus beim der Kombination am Tag darauf, in der sie den Super-G als Trainingslauf nutzen wollte - es war ein Wochenende zum Vergessen für Viktoria Rebensburg (SC Kreuth).

"Ich hatte es mir anders gewünscht", sagte sie, bei der Ursachenforschung klang die 30-Jährige ratlos. An der zehntägigen krankheitsbedingten Skipause über den Jahreswechsel habe es jedenfalls nicht gelegen, sagte sie. Cheftrainer Jürgen Graller meinte: "Vicky ist momentan auf der Suche, die Selbstverständlichkeit ist nicht da."

Rebensburg: "Ich weiß, ich habe es drauf"

Tatsächlich durchläuft die Olympiasiegerin von 2010 eine der schwierigsten Phasen ihrer erfolgreichen Karriere. In ihrer Paradedisziplin Riesenslalom hat sie den Anschluss an die Weltspitze verloren, zuletzt hatte sie in Lienz als 14. stolze 3,38 Sekunden Rückstand auf Siegerin Mikaela Shiffrin (USA).

Anfang Dezember gewann sie den Super-G von Lake Louise, insgesamt fehlt ihr im Speed aber die Konstanz. Eine weitere Podestplatzierung hat Rebensburg in diesem Winter nicht vorzuweisen. "Ich weiß trotzdem, dass ich es drauf habe", sagte sie zuletzt trotzig über die Probleme im Riesenslalom.

Beim Riesenslalom am Samstag (18.01.20) in Sestriere soll es besser laufen als zuletzt: "In Sestriere sind wir schon lange keine Rennen mehr gefahren. Soweit ich mich erinnere, ist der Hang dort nicht wirklich einfach. Es wird also mit Sicherheit eine Herausforderung. Für die Rennen habe ich mir vorgenommen, dort weiterzumachen, wo ich in Courchevel aufgehört habe: technisch sauber und gut Ski zu fahren. Darauf freue ich mich", sagt Rebensburg. Beim Riesenslalom in Courchevel verpasste die Bayerin als Vierte noch knapp das Podest.

Rebensburg feiert Premiere im Parallelslalom

Und dann steht in Italien noch eine Premiere für Rebensburg an: Sie tritt erstmals bei einem Parallelslalom an. "Der Parallel-Event auf Riesenslalomski ist für mich eine Premiere. Generell gefällt mir das Format der Parallelrennen sehr gut. Die Erinnerungen an die Team-Events der vergangenen Jahre sind positiv", so die 30-Jährige.

Neben Rebensburg gehen in Sestriere noch Lena Dürr (SV Germering) und Martina Willibald (SSC Jachenau) für den DSV im Riesenslalom an den Start. Am Parallel-Wettbewerb wird Patrizia Dorsch statt Willibald teilnehmen. Eventuell wird noch Jessica Hilzinger (SC Oberstdorf) nach dem Europacup-Slalom in Zell am See nachnomminiert.

sid/red | Stand: 16.01.2020, 10:17

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Mikaela Shiffrin1225
2.Federica Brignone1112
3.Petra Vlhová1071
4.Marta Bassino711
5.Wendy Holdener703

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Aleksander Aamodt Kilde982
2.Henrik Kristoffersen903
3.Alexis Pinturault882
4.Matthias Mayer716
5.Beat Feuz697
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