Ferstl setzt Ausrufezeichen bei Svindal-Sieg

Josef Ferstl beim Super-G in Gröden

Ski-Weltcup in Gröden

Ferstl setzt Ausrufezeichen bei Svindal-Sieg

Beim Super-G in Gröden blieb der große Siegjubel bei Josef Ferstl zwar diesmal aus, aber strahlen konnte der Vorjahresgewinner trotzdem. Auf seiner Lieblingsstrecke fuhr er wieder in die Weltspitze. Es dominierte einmal mehr ein Norweger.

Aksel Lund Svindal hat in Gröden einen italienischen Heimsieg verhindert. Der Norweger verwies Christof Innerhofer knapp auf Platz zwei (+0,05 Sekunden). Kjetil Jansrud als Dritter und Aleksander Aamodt Kilde auf Rang fünf sorgten für ein Topergebnis für Norwegen.

Aksel Lund Svindal beim Super-G in Gröden im Zielbereich

Aksel Lund Svindal beim Super-G in Gröden im Zielbereich

Bestes Saisonrennen für Ferstl und Sander

Als bester Deutscher fuhr Josef Ferstl auf einen hervorragenden sechsten Platz (+0,82 Sekunden). Damit erfüllte der Gewinner aus dem Vorjahr schon die WM-Norm und erklärte zufrieden: "Ich bin konzentriert ans Rennen herangegangen und bin sehr zufrieden. Ich habe zwei kleine Fehler gehabt, deshalb weiß ich, wo die Zeit geblieben ist. Aber insgesamt war es eine gute Fahrt. Ich habe versucht, aggressiv zu fahren und die Ski laufen zu lassen."

Andreas Sander beim Super-G

Andreas Sander beim Super-G

Auch Andreas Sander sicherte sich einen Platz in den Top Ten. Vor allem im oberen Bereich erwischte er eine perfekte Fahrt und verlor kaum Zeit auf die Führenden. Im Ziel war es dann zwar doch mehr als eine Sekunde Rückstand, aber damit konnte er unter anderem die zuletzt starken Mauro Caviziel aus der Schweiz und den Österreicher Vincent Kriechmayr hinter sich lassen.

Sander, der am Ende Zehnter wurde, sagte: "Mir hat das heute echt mal gut getan. Ich habe mich gut gefühlt und auch das Gefühl für den Super-G wiedergefunden. Zum Glück konnte ich das heute umsetzen. Die Saison ist noch lang. Ich bin sicher noch nicht da, wo ich sein möchte, aber heute war das schon ein wichtiger Schritt."  Klaus Brandner (54.) und Dominik Schwaiger (55.) verfehlten die Punkteränge klar.

Der große Coup vor einem Jahr

Im vergangenen Winter war Ferstl in Gröden der strahlende Sieger. Für ihn passte im Super-G damals alles zusammen. Dem 29-Jährigen gelang eine absolut fehlerfreie Fahrt und er hatte mit Startnummer 2 beste Bedingungen. Danach setzte Schneefall ein, die Sicht wurde auch durch Nebel immer schlechter. Nach 38 Startern wurde das Rennen abgebrochen. Ferstl feierte seinen ersten und bislang einzigen Weltcup-Sieg.

ake/sid | Stand: 14.12.2018, 13:43

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