"Glück im Unglück" bei Sturz für Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg nach ihrem Sturz in Garmisch-Partenkirchen

Nach dem Sturz beim Heim-Weltcup in Garmisch

"Glück im Unglück" bei Sturz für Viktoria Rebensburg

Die Saison ist für Viktoria Rebensburg nach ihrem Sturz von Garmisch beendet. Die Karriere ist aber noch längst nicht vorbei. Sowohl der Teamarzt als auch Rebensburg selbst blicken schon wieder nach vorn.

Der deutsche Alpin-Star Viktoria Rebensburg hat bei ihrem folgenschweren Sturz am Sonntag im Super G von Garmisch-Partenkirchen "Glück im Unglück" gehabt – so die einhellige Meinung von Rebensburg selbst und ihrem Teamarzt Manuel Köhne.

Köhne: "Das heilt hundertprozentig aus"

DSV-Teamarzt Manuel Köhne

Teamarzt Köhne: "Karriereende hudertprozentig auszuschließen"

Für Rebensburg steht nach der Diagnose "Innenbandüberdehnung und Tibiakopfimpressionsfraktur im linken Knie" zwar fest, dass sie in dieser Saison keine Rennen mehr fahren kann. Köhne zeigte sich dennoch erleichtert. Der Mediziner sagte am Sonntagabend (09.02.2020) im BR-Fernsehen: "Das heilt hundertprozentig aus. Die Verletzung ist lästig, weil sie sechs bis acht Wochen braucht. Aber sie wird folgenlos ausheilen. Sie hatte Glück im Unglück." Glück habe die 30-Jährige vor allem deshalb gehabt, weil das vordere Kreuzband, das so häufig bei Alpinfahrern reißt, "überhaupt nicht verletzt worden" sei, so Köhne. Deshalb könne der Arzt "ein Karriereende hundertprozentig" ausschließen.

Rebensburg: "Bin zuversichtlich"

Rebensburg, die noch am Samstag (08.02.2020) in Garmisch ihren ersten Weltcupsieg in einer Abfahrt gefeiert hatte, war am Sonntag (09.02.2020) beim Super G auf der eisigen Kandahar-Strecke gestürzt. Zwar fuhr sie nach dem Sturz auf eigenen Ski ins Ziel, später wurde aber die Knieverletzung bei einer MRT-Untersuchung diagnostiziert. Noch am Abend sagte auch Rebensburg: "Es ist natürlich bitter, dass die Saison vorbei ist, aber ich habe noch einmal Glück im Unglück gehabt. Alle Bänder haben gehalten, und deshalb bin ich zuversichtlich."

Alpin-Chef Maier: "Schlimm für das Team"

Wolfgang Maier und Viktoria Rebensburg

Wolfgang Maier und Viktoria Rebensburg

Deutlich pessimistischer bewertet dagegen Alpin-Chef Wolfgang Maier den Ausfall der Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010. "Das ist schlimm für das Team", sagte er am Montag (10.02.2020) der Deutschen Presse-Agentur. Dramatisch sei es vor allem für die Disziplin Riesenslalom, in der sein Team "eigentlich komplett ausradiert" sei. Neben Rebensburg fehlt auch Marlene Schmotz, die sich Anfang Januar einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Rebensburg und Schmotz sind die beiden besten deutschen Riesentorlauf-Fahrerinnen.

Rebensburg nach Super-G-Sturz: "Bisschen das linke Knie, zum Glück alles Weitere gut" Sportschau 09.02.2020 03:58 Min. Verfügbar bis 09.02.2021 Das Erste

dh | Stand: 10.02.2020, 10:17

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