Skirennläufer Svindal kündigt Rücktritt an

Aksel Lund Svindal

Überraschung in Kitzbühel

Skirennläufer Svindal kündigt Rücktritt an

Aksel Lund Svindal, zweimaliger Olympiasieger und fünfmaliger Ski-Weltmeister, hat am Rande des Weltcups in Kitzbühel seinen Rücktritt angekündigt. Nach der Ski-WM im schwedischen Are im Februar will der Norweger seine Karriere beenden.

Svindal debütierte im Oktober 2001 im Weltcup und konnte bis heute 36 Rennen gewinnen und 80 Podestplätze feiern. Allerdings zwangen ihn Verletzungen auch immer wieder zu längeren Pausen. Vor allem die Knie bereiteten ihm immer wieder Probleme. Im Rahmen der "Kitz-Race-Party" in Kitzbühel hat der 36-Jährige angekündigt, dass er in Are die letzten Rennen seiner Karriere bestreiten wird.

Aksel Lund Svindal

Aksel Lund Svindal (links) auf der "Kitz Race Party" neben dem deutschen Abfahrer Thomas Dreßen und dem früheren Formel-1-Chef Bernie Ecclestone

In Are gewann er 2007 auch seine ersten WM-Goldmedaillen. Vor elf Jahren siegte er in der Abfahrt und im Riesenslalom. Bei den Weltmeisterschaften in Val d'Isère 2009 und Garmisch-Partenkirchen gewann der Allrounder jeweils die Kombination, in Schladming 2013 Gold in der Abfahrt. Daneben sammelte Svindal noch eine WM-Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Bei Olympischen Winterspielen gewann Svindal zwei Mal Gold (Super-G Vancouver 2010, Abfahrt Pyeongchang 2018), ein Mal Silber (Abfahrt Vancouver 2010) und ein Mal Bronze (Riesenslalom Vancouver 2010).

"Ich bin happy, dass es jetzt entschieden ist. Jetzt kann ich mich auf die letzten beiden Rennen vorbereiten. Es war komisch, es auszusprechen, aber auch in Ordnung. Ich bereue es nicht", sagte Svindal am nach seiner Ankündigung bei der "Kitz-Race-Party" gegenüber norwegischen Medien. Ähnlich äußerte er sich am Rande des Super-G auch im ORF.

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Svindal und die "Streif"

Nur ein Abfahrrtssieg in Kitzbühel fehlt in Svindals Ausnahmekarriere. Zur "Streif" hat der Norweger ein spezielles Verhältnis. In zwölf Versuchen kam er überhaupt nur einmal aufs Podest. Den Super-G am Hahnenkamm konnte er dagegen drei Mal gewinnen. In der Kombination 2003 war ihm mit Rang zwei der erste Podestplatz überhaupt in seiner Weltcupkarriere geglückt. Aber in der "Streif"-Abfahrt konnte er nie überzeugen.

Vor drei Jahren hatte die "Streif" zudem auch für die letzte große Verletzung seiner Karriere gesorgt: Nach der Hausbergkante war er schwer gestürzt - Riss des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus im rechten Knie, die Saison war gelaufen. Beim Rennen am vergangenen Freitag (25.01.2019) war er wegen seiner Knieprobleme gar nicht am Start.

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"Ich wusste, dass es in diesem Jahr schwer werden würde und dass ich nicht jedes Rennen fahren kann", sagte er nach der diesjährigen Abfahrt, "aber ich hoffte, dass es nicht gerade Kitzbühel ist, was ich auslassen muss." Jetzt hat der Allrounder nur noch ein großes Ziel: "Das Wichtigste jetzt für mich ist, dass ich in Are am Start stehen kann - mit der Chance zu gewinnen."

Thema in: B5 Sport, 27.01.2019, 12.15 Uhr

dpa/sid | Stand: 27.01.2019, 09:52

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