Wieder ein Norweger - Kilde Schnellster auf der Saslong

Aleksander Aamodt Kilde

Super-G in Gröden

Wieder ein Norweger - Kilde Schnellster auf der Saslong

Der Super-G in Gröden bleibt eine Spezialität der Norweger. Bei der 20. Auflage konnte zum neunten Mal ein Fahrer aus dem Königreich triumphieren: Diesmal ließ Aleksander Aamondt Kilde die Konkurrenz hinter sich.

Aleksander Aamondt Kilde hat den Super-G in Gröden gewonnen. Der Norweger legte den Grundstein für seinen Sieg dank einer blitzsauberen Fahrt im Mittelteil. Bei der Überfahrt der Ciaslat-Wiese machte er die entscheidenden Hundertstelsekunden gut und konnte im Anschluss seinen knappen Vorsprung ins Ziel bringen.

Zweiter wurde der Schweizer Mauro Caviezel, der Sieger des ersten Super-G in Val d'Isere vor einer Woche, mit 0,12 Sekunden Defizit. Kildes Landsmann Kjetil Jansrud komplettierte das Podium (+0,21 sek). Für Kilde war es nach dem Triumph in der Abfahrt 2018 der zweite Sieg auf der mit Wellen und Sprüngen gespickten Saslong-Strecke im Schatten des Langkofel in den Westdolomiten.

Sky alpin - der Super-G der Männer in voller Länge Sportschau 18.12.2020 01:05:33 Std. Verfügbar bis 18.12.2021 Das Erste

Sander mit nächstem Top-10-Resultat

Andreas Sander durfte zumindest sieben Fahrer lang vom Podest träumen. Mit Startnummer sechs ging er ins Rennen und lag lange Zeit gleichauf mit dem zu diesem Zeitpunkt führenden Österreicher Matthias Meyer, verlor im unteren Abschnitt aber knapp zweieinhalb Zehntel und war nach seiner Fahrt zunächst Zweiter. Caviezel verdrängte ihn auf direkt im Anschluss auf Rang drei. Mit der Bestzeit von Kilde (Startnummer 13) waren die Hoffnungen auf das erste Weltcup-Podest der Karriere dann dahin. Am Ende landete der 31-Jährige auf Position fünf (+0,60 sek) und bestätigte seine gute Form.

Andreas Sander

Andreas Sander beim Super-G in Gröden

Ferstl ohne Chance auf vordere Platzierung - Baumann stark

Josef Festl - der 2017 für eine Riesenüberraschung in Gröden sorgte und den Super-G gewinnen konnte - kämpfte mit Startnummer 30 mit stumpfen Waffen. Die Strecke war im oberen Teil inzwischen deutlich langsamer, die Fahrer verloren durchweg schon einige Zehntelsekunden. Auch im Zielhang konnten Ferstl und seine Mitstreiter nicht mehr mithalten und fuhren etwa fünf Stundenkilometer langsamer als die Spitze. Unter diesen Bedingungen reichte es für Ferstl (20./+1,52 sek) nicht mal für einen Platz unter den besten 15.

Was mit einer hohen Startnummer möglich war, bewies schließlich Romed Baumann, der sich als 43. Starter auf Position 16 (+1,34 sek) einreihen konnte. Dominik Schwaiger verpasste die Punkteränge als 34. um nicht ganz zwei Zehntelsekunden. Simon Jocher wurde 52., Manuel Schmid schied bei seiner Fahrt schon im oberen Streckendrittel aus.

Super-G der Männer in Gröden - die Analyse Sportschau 18.12.2020 02:07 Min. Verfügbar bis 18.12.2021 Das Erste

Sejersted und Cater enttäuschen

Der Norweger Adrian Smiseth Sejersted, der in der Vorwoche mit Rang zwei das erste Podest seiner Karriere erreicht hatte, kam überhaupt nicht zurecht, wirkte zu verkrampft und landete außerhalb der Punkteränge im hinteren Teil des Feldes. Martin Cater aus Slowenien konnte seine Leistung vom Sieg bei der Abfahrt in Val d'Isere nicht bestätigen. Auch er hatte mit der hohen Nummer 39 keine gleichen Bedingungen wie die frühen Starter und reihte sich mit 1,92 Sekunden Rückstand ein. Das reichte zumindest noch für einen Weltcup-Punkt.

rho | Stand: 18.12.2020, 12:55

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