Jansrud siegt und holt Weltcup, deutsches Duo in Top Ten

Kjetil Jansrud

Super-G in Kvitvjell

Jansrud siegt und holt Weltcup, deutsches Duo in Top Ten

Thomas Dreßen und Andreas Sander sind beim Super-G in Kvitfjell in die Top Ten gefahren. Es siegte der Norweger Kjetil Jansrud, der gleich doppelt Grund zum feiern hatte.

Thomas Dreßen ging mit Startnummer zwei und großem Rückenwind von seinem Abfahrtssieg am Vortag in das Rennen. Lange hatte er Aussichten auf das Podium, am Ende rutschte er zeitgleich mit dem Österreicher Max Franz auf Rang acht, zwei Hundertstelsekunden dahinter folgte Andreas Sander auf Platz zehn.

Aggressiv und gefühlvoll

Jansrud fuhr nach Rang vier in der Abfahrt mit Wut im Bauch, fand dabei aber eine hervorragende Mischung aus Aggressivität und dem Gefühl für die richtige Linie.

An der Zeit des Norwegers versuchten sich alle anderen Mitfavoriten vergeblich, am Ende landete er 22 Hundertstelsekunden vor dem Schweizer Beat Feuz, dahinter schnappte der Franzose Brice Roger mit der hohen Startnummer 49 dem Norweger Adrian Smiseth Sejersted noch den Platz auf dem "Stockerl" weg.

138 Punkte Vorsprung auf Reichelt

Jansrud nimmt 138 Zähler Vorsprung auf den Österreicher Hannes Reichelt, der in Kvitfjell Siebter wurde, mit nach Schweden und ist damit im Super-G nicht mehr von der Spitze zu verdrängen - für einen Sieg gibt es 100 Punkte.

Der vor Kvitfjell Zweitplatzierte Norweger Aksel Lund Svindal schied nach einem Fahrfehler aus und verlor damit seine Chancen auf den Sieg in der Disziplinwertung.

Schon als Kind an diesem Hang gefahren

Lokalmatador Jansrud war natürlich hochzufrieden mit seinem Auftritt: "Ich bin diesen Hang so unendlich oft runtergefahren, schon als ich acht, neun Jahre alt war. Das hilft natürlich, und das Rennen hat mir wirklich ein sehr gutes Gefühl gegeben. Jetzt mit der Kristallkugel zum Weltcupfinale nach Are zu fahren, ist sehr schön - denn dann kann ich den Lauf dort richtig genießen."

Dreßen analysierte seinen Ritt im ZDF: "Es ist immer schwer mit so einer frühen Startnummer. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Lauf, es war mein bester Super-G in dieser Saison."

Sander diesmal zufrieden

Zu seiner derzeitigen Top-Verfassung meinte Dreßen: "Ich hab eine Riesen-Gaudi im Moment, aber ich freue mich natürlich auch, wenn ich nach der Saison mal wieder ein bisschen Zeit für die Familie habe."

Andreas Sander hatte sich über die völlig verpatzte Abfahrt am Vortag mit Platz 31 geärgert, der Super-G versöhnte ihn aber: "Mit dem Lauf kann ich sehr zufrieden sein." Josef Ferstl war im oberen Teil sehr schnell unterwegs, verpasste dann aber beinahe eine Kurve und wurde 25. mit 1:18 Sekunden Rückstand. Er sagte: "Diese letzte Kurve fuchst mich schon seit Jahren. Sonst war es okay, aber es muss langsam mal der nächste Schritt von mir kommen."

Thema in: Sport auf B5 aktuell, 11.03.2018, 12.55 Uhr

horni | Stand: 11.03.2018, 12:10

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