Rebensburg stürzt auf eisiger Piste, Suter gewinnt

Ski Alpin der Damen - der Super-G aus Garmisch-Partenkirchen Sportschau 09.02.2020 01:32:18 Std. Verfügbar bis 09.02.2021 Das Erste

Super-G in Garmisch-Partenkirchen

Rebensburg stürzt auf eisiger Piste, Suter gewinnt

Beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen sorgte Viktoria Rebensburg für ein Ski-Drama. Die Kreutherin stürzte auf der eisigen Piste und muss die Saison vorzeitig beenden. Den Sieg fuhr die Schweizerin Corinne Suter ein. Beste Deutsche war Kira Weidle.

Die Piste in Garmisch-Partenkirchen war hart und noch eisiger als am Samstag (08.02.20) bei der Abfahrt. Dort hatte Viktoria Rebensburg die Konkurrenz mit einem souveränen Sieg überrascht. "Schön, die anderen auch einmal zu schocken", sagte sie nach ihrem ersten Abfahrts-Erfolg. Für einen viel dramatischeren Schockmoment sorgte sie dann im Super-G. Die 30-Jährige jagte mit Startnummer sieben selbstbewusst und angriffslustig mit einer Topzeit durch den Kurs. Doch in der "Hölle" bekam sie einen Schlag ab, verlor die Kontrolle und stürzte.

Nach MRT-Untersuchung: Saison-Aus für Rebensburg

Die Kreutherin konnte den Zielhang zwar selbst herunterfahren, doch anscheinend hatte sie das Knie an einer Stange angeschlagen. "Mir geht`s ganz gut. A bisserl das linke Knie, zum Glück alles Weitere gut", gab Rebensburg im ARD-Interview zunächst Entwarnung. Nach einer MRT-Untersuchung im Klinikum Garmisch-Partenkirchen diagnostizierte Mannschaftsarzt Dr. Manuel Köhne aber eine Tibiakopfimpressionfraktur im linken Knie und eine Innenbandüberdehnung - die Saison ist für Rebensburg vorzeitig beendet.

Auch Goggia fällt nach Sturz lange aus

Auch Mitfavoritin Sofia Goggia stürzte wie Rebensburg in der "Hölle" und bekam zu allem Überfluss auch noch eine Stange ins Gesicht. Die Italienerin zog sich einen Radiusbruch im linken Arm zu, der im Garmischer Krankenhaus operiert wurde. Nach Angaben des italienischen Verbands sie "mindestens sechs Wochen" aus. Auch für sie dürfte die Saison beendet sein.

Suter gewinnt das anspruchsvolle Rennen

Die schnellste Fahrt gelang in 1:19,46 Minuten Corinne Suter. "Es war nicht die perfekte Fahrt", sagte sie trotz Platz eins. "War nicht ganz fehlerfrei". Die Schweizerin war mit Startnummer fünf ins Rennen gegangen: "Ich fahre tendenziell immer vorne, damit ich von den Anderen nicht so viel mitbekomme", so Suter mit Blick auf die Stürze. Mit dem Sieg übernahm sie auch die Weltcupführung von Federica Brignone. Die Italienerin, in der Abfahrt noch Zweite hinter Rebensburg, konnte trotz ihrer derzeit bestechenden Form die Bestzeit von Suter nicht knacken und fiel mit 0,90 Sekunden Rückstand auf Platz fünf zurück.

Dafür raste Nicole Schmidhofer (+0,43) auf der anspruchsvollen Strecke als Zweite aufs Podest. "Natürlich ist es an der Grenze. Aber bei der Besichtigung hat es jeder gesehen, dass es schwierig ist", sagte die Österreicherin zur Herausforderung auf der "Kandahar". "Es verzeiht keine Fehler." Dritte wurde die Schweizerin Wendy Holdener (+0,70).

Weidle als 21. beste DSV-Fahrerinnen

Kira Weidle (SC Starnberg/+2,47) war nach ihrer überstandenen Erkältung noch nicht in Topform. Als 21. wurde sie nach dem Ausfall von Rebensburg dennoch die beste DSV-Fahrerin. Michaela Wenig (SC Lenggries) kam auf Platz 30. Teamkollegin Veronique Hronek (SV Unterwössen) hatte nach verletzungsbedingten Rückschlägen noch nicht das nötige Selbstvértrauen, um eine rasante Fahrt abzuliefern. Im Ziel lag der Rückstand als 31. bei 4,05 Sekunden. Carina Stuffer (WSV Samerberg/+7,96) wurde 35.. Patrizia Dorsch (SC Schellenberg) schied wie Katrin Hirtl-Stanggaßinger (WSV Königssee) aus.

red | Stand: 09.02.2020, 15:15

Darstellung: