Brignone obenauf - Kleine Kristallkugel für Gut-Behrami

Überraschungssieg beim Super-G in Val di Fassa Sportschau 28.02.2021 00:34 Min. Verfügbar bis 28.02.2022 Das Erste

Super-G in Val di Fassa

Brignone obenauf - Kleine Kristallkugel für Gut-Behrami

Überraschung in Val di Fassa: Beim Weltcup-Super-G gehörte Doppel-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami zu den Geschlagenen. Jubeln durfte sie beim Triumph der Italienerin Federica Brignone trotzdem.

Vier der fünf letzten Super-G-Rennen, dazu das WM-Rennen in Cortina d'Ampezzo, hatte die Schweizerin Lara Gut-Behrami gewonnen. In Val di Fassa musste sie sich nun mal wieder geschlagen geben. Beim so überraschenden wie souveränen Sieg der Italienerin Federica Brignone, die mit einer Zeit von 1:14,61 Minuten die Tagesschnellste war, kam die Doppel-Weltmeisterin mit einem Rückstand von 0,59 Sekunden auf Platz zwei.

Gut-Behrami holt zum dritten Mal den Super-G-Weltcup

Lara Gut-Behrami beim Super-G in Val di Fassa

Lara Gut-Behrami beim Super-G in Val di Fassa

Doch auch so hatte die Schweizerin allen Grund zu feiern, denn mit ihrem zweiten Rang entschied sie die Weltcup-Disziplinenwertung im Super-G vorzeitig für sich. Nach 2013/2014 und 2015/2016, als sie auch den Gesamtweltcup gewinnen konte, sicherte sich die 29-Jährige zum dritten Mal die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin.

Super-G in Val di Fassa - die ersten 20 Starterinnen in voller Länge Sportschau 28.02.2021 01:07:46 Std. Verfügbar bis 28.02.2022 Das Erste

Kira Weidle kann nicht an gute Abfahrtsergebnisse anknüpfen

Dritte wurde die Schweizerin Corinne Suter (+ 0,72 Sekunden) - die einzige, die Gut-Behrami im Kampf um die Kristallkugel theoretisch noch hätte abfangen können. Kira Weidle aus Starnberg kam nach ihren tollen Auftritten in der Abfahrt mit einem vierten und einem dritten Rang diesmal nicht gut zurecht. Besonders in den drehenden Abschnitten verlor die Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt viel Zeit und kam am Ende mit 2,35 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Schien- und Wadenbeinbruch bei Vickhoff Lie und Schneeberger

Überschattet wurde das Rennen durch den schweren Sturz der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie. Die 22-Jährige verlor auf dem schnellen Kurs völlig die Kontrolle und flog in die Fangnetze, wobei sich die Bindungen ihrer Skier nicht öffneten. Rettungskräfte bemühten sich, sie zu stabilisieren und aus den Netzen herauszuschneiden. Nach langen Minuten wurde sie schließlich mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Bozen geflogen. Diagnose: Schien- und Wadenbeinbruch.

Sicherheitschef Stefan Bärtschi zu Sturz und Rettung von Vickhoff Lie in Val di Fassa Sportschau 28.02.2021 01:55 Min. Verfügbar bis 28.02.2022 Das Erste

Eine knappe halbe Stunde war das Rennen nach dem Sturz unterbrochen. Die Fahrerinnen, die danach auf die Strecke mussten, hatten keine Chance mehr, in den Kampf um einen Podestplatz einzugreifen. Das betraf auch Kira Weidle. Die Österreicherin Rosina Schneeberger stürzte später ebenfalls schwer und erlitt die gleichen Verletzungen wir Vickhoff Lie vor ihr.

Brignone: "Ich bin sehr froh"

"Ich bin sehr froh. Ich hatte ein gutes Gefühl im Rennen, bin wie im Training skigefahren", sagte Brignone in der Sportschau. Nach schweren Wochen und einer enttäuschenden WM im eigenen Land sei sie mental nicht gut drauf gewesen. Umso schöner jetzt dieser Erfolg.

wp | Stand: 28.02.2021, 12:42

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