Shiffrin düpiert die Spezialistinnen

Mikaela Shiffrin

Super G in Cortina

Shiffrin düpiert die Spezialistinnen

Immer wenn Mikaela Shiffrin bei einem Super G startet, dann gewinnt sie auch. So auch in Cortina d'Ampezzo, wo die US-Amerikanerin sämtliche Spezialistinnen schlug. Viktoria Rebensburg wurde Neunte.

Die zwei Abfahrtsläufe auf der Toffana hatte die Führende im Gesamtweltcup ausgelassen. Und so ging Shiffrin ohne echten Testlauf auf den anspruchsvollen und für einen Super G sehr eng gesetzten Kurs. Dabei kam ihr die Startnummer 17 insofern zupass, als sie ihre Konkurrentinnen beobachten und ihre Schlüsse ziehen konnte.

Shiffrin lernt aus Fehlern der anderen

Shiffrin sah, wie Ilka Stuhec, Lara Gut-Behrami und auch ihre Landsfrau Lindsey Vonn allesamt ausschieden, weil sie die Torabstände unterschätzt hatten. Der Doppelsiegerin in der Abfahrt, Ramona Siebenhofer, verschlug es in einem Linkstor die Ski - auch sie schied aus. Überhaupt schaffte es keine der früh gestarteten Läuferinnen fehlerfrei bis ins Ziel. Shiffrin fuhr dann auf Zug, aber in den kritischen Passagen auch sehr intelligent und sorgte für die Bestzeit, die hinterher auch von keiner Läuferin mehr geknackt werden konnte. In ihrem dritten Super G war es der dritte Sieg für die 23-jährige Amerikanerin, die ja eigentlich im Slalom und Riesenslalom zuhause ist.

"Ich bin diese Geschwindigkeiten nicht gewohnt und war erstaunt, dass ich vor allem oben so schnell war", sagte Shiffrin nach dem Rennen. "Unten hat der Vorsprung dann zum Glück gereicht." Tina Weirather zeigte sich sehr zufrieden mit ihrem zweiten Platz, "obwohl ich einen Fehler hatte, der mich den Sieg gekostet hat".

Ski alpin aus Cortina d'Ampezzo - Der Super-G der Damen Sportschau 20.01.2019 55:56 Min. Verfügbar bis 20.01.2020 Das Erste

Fehler kostet Rebensburg bessere Platzierung

Zunächst hatte Tina Weirather (Liechtenstein) nach enttäuschenden Leistungen in der Abfahrt die Führung übernommen. Sie wurde am Ende mit 0,16 Sekunden Rückstand Zweite vor der Österreicherin Tamara Tippler (+ 0,18), die mit der Startnummer 21 noch aufs Podium fuhr.

Viktoria Rebensburg ging mit der Startnummer eins ins Rennen und hätte ohne einen großen Fehler, als sie einfach zu direkt an ein Tor heranfuhr, eine bessere Platzierung erreichen können als Rang acht. In der Super-G-Weltcupwertung konnte sich die 29-Jährige vom Tegernsee immerhin um zwei Plätze auf Rang vier verbessern.

Rebensburg: "Super-G muss auf Messers Schneide sein - und das war es halt nicht ganz" Sportschau 20.01.2019 01:59 Min. Verfügbar bis 20.01.2020 Das Erste

Kira Weidle (Starnberg) bestätigte auch mit der hohen Startnummer 45 ihre derzeit gute Form und fuhr noch auf Platz 19. Patrizia Dorsch (Schellenberg) verpasste als 35. knapp die Punkte. Michaela Wenig (Lenggries), Meike Pfister (Krumbach) und Ann Katrin Magg (Überlingen) reihten sich in die lange Liste derer ein, die das Ziel nicht erreichten.

Garmisch? Lindsey Vonn will neu nachdenken

Schwer enttäuscht zeigte sich Lindsey Vonn nach ihrem Ausfall. Im ORF sagte sie unter Tränen, dass es vielleicht doch ihr letztes Rennen war. Ob sie kommende Woche in Garmisch-Partenkirchen antritt, ließ sie offen: "Die Schmerzen sind so groß. ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich muss überlegen."

wp | Stand: 20.01.2019, 13:02

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