Kristoffersen gewinnt Levi-Slalom, furioser Straßer in den Top Ten

Top-Ten-Platzierung beim Slalom-Saisonauftakt für Straßer Sportschau 24.11.2019 00:50 Min. Verfügbar bis 24.11.2020 Das Erste

Slalom-Saisonauftakt in Levi

Kristoffersen gewinnt Levi-Slalom, furioser Straßer in den Top Ten

Der Norweger Henrik Kristoffersen hat den ersten Weltcupslalom nach dem Rücktritt von Dominator Marcel Hirscher gewonnen. Stark präsentierte sich Linus Straßer vom TSV 1860 München: Er fuhr mit Startnummer 47 bis in die Top Ten.

Bei Nebel und leichten Minustemperaturen hatte der Franzose Clément Noël im ersten Durchgang die Führung auf der "Levi Black" übernommen. Zweiter war mit 39 Hundertsteln Rückstand der Brite Dave Ryding, Dritter der Schweizer Ramon Zenhäusern (+0,66 Sekunden). Der Norweger Henrik Kristoffersen, dem Experten am ehesten die Slalom-Nachfolge von Hirscher zugetraut hatten, lag zur Halbzeit beim Flutlichtrennen in Finnland zwei Hundertstel hinter Zenhäusern auf Platz vier.

Im zweiten Lauf profitierte Kristoffersen dann von Patzern des Top-Trios. Noël konnte seinen Vorsprung nicht retten und wurde neun Hundertstel hinter Kristoffersen Zweiter. Zenhäusern fiel auf Platz vier zurück, Ryding schied nach einem Fahrfehler aus. Auf Platz drei kletterte noch der Schweizer Daniel Yule, nach dem ersten Durchgang Siebter.

Österreich: Nur Hirschbühl ein Kandidat für die Hirscher-Nachfolge

Einen durchwachsenen Slalom-Auftakt erlebte der Österreichische Skiverband (ÖSV) ohne seinen zurückgetretenen Edeltechniker Marcel Hirscher. Michael Matt, Manuel Feller & Co. hatten schon im ersten Durchgang über eine Sekunde Rückstand auf die Spitze, nur der Vorarlberger Christian Hirschbühl lag als Fünfter noch aussichtsreich im Rennen, gerade mal elf Hundertstel hinter den Podestplätzen. Am Ende wurde er Siebter und damit bester Starter des österreichischen Teams.

Linus Straßer: Zweitbestes Ergebnis der Karriere

Der Deutsche Skiverband (DSV) spielte im ersten Slalom nach der Ära Felix Neureuther bis auf eine Ausnahme nur eine Nebenrolle: Nur Linus Straßer vom TSV 1860 München schaffte die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Mit der Startnummer 47 schob er sich in seinem ersten Rennen der aktuellen Weltcupsaison mit 2,05 Sekunden Rückstand auf Platz 23. Auch im zweiten Durchgang präsentierte sich der 27-Jährige von seiner Sahneseite und kletterte mit der zweitbesten Laufzeit satte 15 Plätze auf Rang acht.

"Bis Mitte Steilhang war es ein richtig geiler Lauf", sagte Straßer nach dem Rennen, "unten habe ich leider ein paar km/h liegen lassen." Dennoch war er "auf jeden Fall zufrieden." Besser war er bisher erst einmal in einem Weltcupslalom in Schladming 2015. Seinen bisher einzigen Weltcupsieg feierte der Münchner in einem Parallelslalom.

Fünf deutsche Fahrer verpassen den zweiten Lauf

Mit Dominik Stehle war in Levi nur ein Fahrer in der Startgruppe der Top 30 vertreten. Der erwischte jedoch einen Tag zum Vergessen: Stehle kam mit über drei Sekunden Rückstand (+3,09) auf den zur Halbzeit führenden Noël ins Ziel und verpasste den zweiten Durchgang. Auch für David Ketterer (Startnummer 43, +3,08), Fritz Dopfer (46, +2,95), Sebastian Holzmann (65, +3,59) und Anton Tremmel (68, ausgeschieden) war das Rennen in Levi vorzeitig beendet.

br/sid | Stand: 24.11.2019, 14:05

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