Neureuthers Schlussakkord in Dur

Felix Neureuther

Weltcup-Finale in Soldeu

Neureuthers Schlussakkord in Dur

Felix Neureuther hat im allerletzten Rennen seiner Karriere noch einmal alles versucht und einen guten siebten Slalom-Platz erreicht. Ein toller Schlussakkord, bei dem sich ein Franzose als Sieger feiern lassen durfte.

Felix Neureuther hat seiner Ankündigung Taten folgen lassen: Der 34-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen wollte kein Theater um sein letztes Rennen machen, sondern noch einmal angreifen. Und genau das tat er. Der beste deutsche Skirennfahrer der letzten Jahre, der am Samstag (16.03.2019) verkündet hat, nach diesem Rennen seine Karriere zu beenden, ließ noch einmal Konkurrenten wie Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher oder Alexis Pinturault hinter sich und beendete seine Laufbahn mit einem hervorragenden siebten Rang. Ein standesgemäßer Schlussakkord in Dur!

Im Ziel empfingen ihn seine Teamkollegen mit Sekt und bewarfen ihn mit Schneebällen. Ein gelöster Neureuther ließ sich auch von den Fans noch einmal richtig feiern. Sein langjähriger Konkurrent und Freund Julien Lizeroux umarmte den Deutschen lange. Möglicherweise hört auch der Franzose nach diesem Winter mit dem Rennsport auf.

"Ich bin jetzt wirklich happy!"

"Es war genau so richtig für mich. Ich bin noch einmal ein gutes Rennen gefahren. Ich freue mich jetzt einfach auf die Zeit zuhause, auch wenn mir die Jungs sehr fehlen werden", sagte Neureuther im ORF. "Was mir nicht so abgehen wird, sind die engen Skischuhe und die Reiserei. Ich bin jetzt wirklich happy."

Dritter Saisonsieg für Noel

Seinen dritten Slalomsieg in diesem Winter feierte Clement Noel. Allerdings machte es der junge Franzose noch einmal unnötig spannend. Mit riesigem Vorsprung aus dem ersten Lauf gestartet, patzte er im Steilhang und rettete am Ende gerade mal noch 0,18 Sekunden vor dem Österreicher Manuel Feller ins Ziel, der sich mit der zweitbesten Laufzteit im zweiten Durchgang noch vom neunten Platz nach vorne arbeitete. Dritter wurde der Schweizer Daniel Yule (+0,83 Sekunden).

Nicht Hirschers Wochenende

Die kleine Kristallkugel für den besten Slalomläufer der Saison hat sich schon längst Marcel Hirscher (Österreich) gesichert. Der Gesamtweltcupsieger hatte aber, wie schon am Samstag im Riesenslalom, Probleme und landete mit einem ungewohnt hohen Zeitrückstand auf einem für ihn enttäuschenden 14. Platz (+ 1,62). Es war nicht das Wochenende des Österreichers, der ebenfalls über ein mögliches Karriereende nachdenken soll. Entschieden ist bei ihm aber noch nichts. "Wenn es weitergeht, dann muss ich mir Gedanken machen. Das war schon eine Art Trendwende in den letzten Rennen", sagte.

Thema in: B5 aktuell, 17.03.2019, 15.15 Uhr

wp | Stand: 17.03.2019, 13:59

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