Schweizer jubelt bei Nachtslalom - Neureuther in den Top 10

Slalom der Männer - der zweite Lauf aus Madonna di Campiglio Sportschau 22.12.2018 51:46 Min. Verfügbar bis 22.12.2019 Das Erste

Ski-alpin-Weltcup

Schweizer jubelt bei Nachtslalom - Neureuther in den Top 10

Nicht Marcel Hirscher und nicht Henrik Kristoffersen. Der Sieger des Nachtslaloms in Madonna di Campilio heißt Daniel Yule. Felix Neureuther kam als bester Deutscher in die Top 10.

Yule, Vierter des ersten Durchgangs, profitierte im Finale von groben Patzern der Top-Favoriten Hirscher und Kristoffersen - die Dauerrivalen um den Sieg lagen nach dem ersten Lauf noch vorn, leisteten sich dann aber grobe Fehler. Kristoffersen fädelte bereits am zweiten Tor ein und schied aus. Hirscher verpasste ein Tor, er fuhr das Rennen mit deutlichem Abstand zwar noch weiter, wurde am Ende aber nur 26.

Yule: "Alle haben an mich geglaubt"

Daniel Yule beim Slalom in Madonna di Campiglio

Daniel Yule.

So kam Yule zu seinem ersten Weltcupsieg und freute sich im Ziel: "Vielen Dank an meine Teamkollegen und den ganzen Staff. Alle haben an mich geglaubt. Heute konnte ich das etwas zurückzahlen", sagte der 25-Jährige. Über Rang zwei und drei konnten sich die Österreicher Marco Schwarz und Michael Matt freuen.

Neureuther von 18 auf 8 - "Großer Schritt"

Bester aus dem deutschen Team war Felix Neureuther. Der Oberbayer konnte nach seiner langen Verletzungsauszeit und Rang acht in Saalbach nicht im Kampf ums Podest eingreifen. Der dreifache WM-Medaillengewinner vom SC Partenkirchen war mit dem achten Rang aber nicht unzufrieden: "Ich habe leider oben einen großen Fehler gemacht. Aber ich bin trotzdem happy. Von der ganzen Herangehensweise passt das. Bis auf den einen großen Fehler war es ein richtig großer Schritt in die richtige Richtung", sagte er in der ARD.

Nach dem ersten Durchgang war er noch 18., in seinem zweiten Lauf verlor er im oberen Teil viel Zeit, die er im unteren Abschnitt durch einen couragierten Ritt aber teilweise herausholen konnte. Weil sich einige der nach ihm gestarteten Fahrer noch gröbere Fehler leisteten, konnte sich Neureuther am Ende über die WM-Quali freuen. "Ich habe gesehen, dass ich schnell sein kann. Das stimmt mich positiv", zog der 34-Jährige ein optimistisches Fazit.

Stehle 24. - "Zu sehr in der Komfortzone"

Ebenfalls ins Finale der besten 30 schaffte es Dominik Stehle. Als 24. des ersten Durchgangs zeigte der Rennläufer vom SC Obermaiselstein im zweiten Lauf eine saubere und solide Fahrt, wedelte aber zu brav ins Ziel. Mit deutlichem Rückstand kam er nach 62 Toren unten an und ärgerte sich: "Der erste Durchgang war ganz positiv. Aber im zweiten - das war ärgerlich. Ich wollte Gas geben. Aber es ist zu einfach gegangen. Wenn es nirgends zwickt, ist man zu sehr in der Komfortzone. Das wollte ich eigentlich vermeiden." Letztlich konnte er aber von Fehlern der Konkurrenz profitieren und seinen 24. Platz behaupten.

Slalom der Männer - Reaktionen aus Madonna Di Campiglio Sportschau 22.12.2018 00:21 Min. Verfügbar bis 22.12.2019 Das Erste

Sechs DSV-Läufer verpassen das Finale

Nicht für den zweiten Durchgang qualifizierten sich dagegen Linus Strasser (TSV 1860 München, 31.), Fritz Dopfer (SC Garmisch, 49.), Sebastian Holzmann (SC Oberstdorf, 47.), David Ketterer (SSC Schwenningen, 59.) und Anton Tremmel (SC Rottach-Egern, 34.). Stefan Luitz (SC Bolsterlang) war ausgeschieden.

Slalom der Männer - der erste Lauf aus Madonna Di Campiglio Sportschau 22.12.2018 34:26 Min. Verfügbar bis 22.12.2019 Das Erste

rmü/dh | Stand: 22.12.2018, 19:35

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