Slalom: Sieger heißt wieder Hirscher

Marcel Hirscher

Weltcup in Adelboden

Slalom: Sieger heißt wieder Hirscher

Wieder einmal heißt der Sieger Marcel Hirscher: Nach seinem Erfolg im Riesenslalom gewann der Österreicher auch den Slalom im schweizerischen Adelboden. Dominik Stehle verpasste die Top-Ten knapp.

Hischer bleibt der Dominator in dieser Saison: Einen Tag nach seinem Erfolg im Riesenslalom zeigte der Österreicher auch im Slalom seine Qualitäten. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Clement Noel aus Frankreich betrug 0,5 Sekunden. Dritter wurde der Norweger Henrik Kristoffersen (+ 0,71 Sek.).

Nach dem ersten Lauf war Hirscher noch Dritter. Der Gesamtweltcup-Führende profitierte letztlich vom Aus seines Landsmanns Marco Schwarz, der nach dem ersten Lauf Erster war und von Fehlern des Halbzeit-Zweiten, Kristoffersen. Schwarz überraschte schon beim Riesenslalom am Vortag, als er mit der hohen Startnummer 67 Siebter wurde.

Stehle sorgt für Überraschung aus DSV-Sicht

Für eine Überraschung aus deutscher Sicht sorgte Dominik Stehle. Mit der hohen Startnummer 37 fuhr der Bayer mit einem engagierten Lauf auf den zwölften Platz und verbesserte sich im zweiten Durchgang auf Rang elf (+ 2,31 Sek.). Für den 32-Jährigen bedeutet das die halbe WM-Norm. "Ich bin sehr erleichtert", sagte Stehle, "die letzte Zeit war nicht so einfach."

Neureuther: Schadensbegrenzung im zweiten Lauf

Felix Neureuther, der den Riesenslalom in Adelboden noch ausgelassen hatte, kämpfte sich im ersten Lauf mit Mühe den Chuenisbärgli runter. Der Partenkirchner fuhr sehr verhalten und kam mit einem Rückstand von 1,76 Sekunden ins Ziel. "Zum Vergessen", fand der 34-Jährige seine Vorstellung, "mir fehlt der Punch bei jedem Schwung, da müssen wir uns Gedanken machen." Es sei "bei jedem Rennen das Gleiche, dass ich den ersten Durchgang so verschlafe. So gewinnst du keinen Blumentopf, momentan ist es mehr Kampf als Genuss."

Doch im zweiten Durchgang gab der Partenkirchner mehr Gas und verbesserte sich vom 27. noch auf den 15. Platz (+ 2,73 Sek.). "Ich habe ein bisschen Schadensbegrenzung betrieben", sagte Neureuther. Der 34-Jährige fuhr erstmals nach seiner Handverletzung wieder ohne Schiene. "Die Hand war super, richtig gut", sagte er: "Ich bin froh, dass die Schiene jetzt endlich weg ist und ich befreiter an die Stangen hinfahren kann."

Für Dopfer und Straßer wird es eng für die WM

Fritz Dopfer lag im Ziel 2,22 Sekunden zurück und erreichte den zweiten Durchgang nicht. Linus Straßer schied nach einem Einfädler aus. Für beide wird es nun eng mit der WM-Qualifikation. Der Münchner verfehlte bei allen sechs Weltcup-Starts des Winters die Punkteränge, auch Dopfer hat noch kein Top-20-Ergebnis geschafft. Für die garantierte WM-Nominierung verlangt der DSV einen Platz unter den ersten Acht oder zwei Top-15-Ränge im Weltcup. Sebastian Holzmann (+3,61 Sek.) und Anton Tremmel (+2,84 Sek.) konnten sich ebenfalls nicht für den zweiten Lauf qualifizieren.

Thema in: B5 aktuell, 13.01.2019, 15.15 Uhr

nho/dpa/sid | Stand: 13.01.2019, 14:30

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