50. Weltcup-Sieg für Hirscher

Marcel Hirscher

Slalom in Zagreb

50. Weltcup-Sieg für Hirscher

Marcel Hirscher bleibt das Maß aller Dinge: Der Österreicher feierte im Slalom im kroatischen Zagreb seinen 50. Weltcup-Sieg. Die deutschen Technik-Spezialisten hatten keinen guten Tag erwischt.

Hirscher setzte sich am Donnerstag (04.01.2018) vor seinem Teamkollegen Michael Matt (+0,05 Sekunden) und Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,11) durch und holte in der Sieger-Bestenliste Alberto Tomba auf Rang drei ein. Im Herren-Klassement sind nur noch Ingemar Stenmark (86) und Hermann Maier (54) vor Hirscher.

Deutsche fahren hinterher

Die deutschen Skirennfahrer erlebten ein Debakel und fuhren das schlechteste Ergebnis seit fast sechs Jahren ein. Fritz Dopfer war nach dem ersten Durchgang als Elfter bester Deutscher, doch nach mehreren Fehlern im zweiten Lauf schied er aus. Der Garmischer fiel vergangene Saison verletzt aus und hat immer noch mit Schmerzen zu kämpfen. Trotzdem hat Dopfer die Olympia-Qualifikation nach seinem siebten Platz in Val d'Isere schon in der Tasche.

Hintertürchen offen für Straßer

Linus Straßer fand auch in beiden Läufen nicht ins Rennen und landete mit 4,30 Sekunden Rückstand auf dem 25. Platz. Trotz seines dritten Rangs beim Parallel-Slalom in Oslo ist der Münchner noch nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert. Um sicher in Südkorea dabei zu sein, benötigt Straßer im Weltcup einen Platz unter den besten Acht und zwei Top-15-Ränge.

Hirscher gesellt sich zu den Großen

Sportschau.de | 05.01.2018 | 01:19 Min.

Doch für den 25-Jährigen steht noch ein Hintertürchen offen: Straßers Klasse in Parallel-Rennen soll beim olympischen Team-Event helfen - und da wird er wohl auf jeden Fall an den Start gehen dürfen. Der DSV hat nämlich die Möglichkeit, Sportler für diesen Wettkampf zu nominieren, auch wenn sie die DOSB-Norm nicht geschafft haben - nur bei den Einzelwettkämpfen dürfte er nicht starten.

David Ketterer eröffnete als 30. den zweiten Durchgang. An der vorletzten Slalomstange fädelte der Schwarzwälder ein und konnte keine weiteren wichtigen Weltcup-Punkte sammeln. "Ich wollte noch Speed mitnehmen am letzten Tor - da war ich mit dem Kopf wohl schon im Ziel", sagte der 24-Jährige im ZDF. Sebastian Holzmann (+3,70), Dominik Stehle (+4,15), Philipp Schmid (+5,66) und Anton Tremmel (+6,31) schafften es nicht in den zweiten Lauf.

Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 04.01.2018, 17.40 Uhr

sid/dpa | Stand: 04.01.2018, 17:33

Darstellung: