Vierter Sieg für Kristoffersen - Straßer in Top 15

Linus Straßer

Slalom in Schladming

Vierter Sieg für Kristoffersen - Straßer in Top 15

Der Norweger Henrik Kristoffersen hat den Nachtslalom in Schladming zum vierten Mal gewonnen. Linus Straßer fuhr noch auf Rang 13. Den größten Sprung nach vorne machte aber der Franzose Clément Noël.

Henrik Kristoffersen feierte beim Nightrace von Schladming seinen vierten Erfolg. Alexis Pinturault wurde mit einem Rückstand von 0,34 Sekunden Zweiter. Daniel Yule (SUI) fehlten auf Platz drei 0,83 Sekunden auf den Norweger. Bester DSV-Starter war Linus Straßer auf Rang 13.

Schwarz legt die Bestzeit vor

Marco Schwarz hatte mit Startnummer eins in 51,41 Sekunden gleich die Bestzeit im ersten Lauf vorgelegt. Die Mitfavoriten Henrik Kristoffersen (+0.14/NOR) und Alexis Pinturault (+0,32/FRA) reihten sich hinter dem Österreicher ein. Kristoffersen konnte das Rennen in Schladming schon dreimal gewinnen. Die Chancen auf den Sieg standen auch dieses Mal gut. Der Schweizer Daniel Yule, der am Wochenende den Slalom-Klassiker in Kitzbühel gewinnen konnte, hatte als Vierter dagegen bereits 75 Hundertstel Rückstand auf Schwarz.

Straßer verpasst die Top-Ten im ersten Lauf

DSV-Hoffnungsträger Linus Straßer war zwar beherzt ins Rennen gegangen, erwischte aber nicht die ideale Linie. 1,83 Sekunden war der Münchner langsamer unterwegs. "Für mich war das ein grundsolider Lauf", analysierte Straßer, der sich als 16. in einer super Ausgangsposition für den zweiten Lauf sah. Auf Platz vier hatte er nur knapp über eine Sekunde Rückstand. Ein Top-Ten-Platz für den 27-Jährigen damit durchaus in Reichweite.

Solides Ergebnis für den DSV-Starter

Straßer (+1,70 ) kämpfte im zweiten Lauf, doch trotz seines engagierteren Auftritts reichte es für ihn nicht zum großen Sprung nach vorne. Dennoch, "es waren zwei solide Läufe, darauf kann er aufbauen", analysierte ARD-Experte Felix Neureuther. Der Skirennläufer vom TSV 1860 München wurde noch guter 13. "Oben hab ich schon probiert richtig Gas zu geben", so Straßer, der sich über "ein solides Ergebnis" freute.

Noël fliegt durch die Stangen, Kristoffersen gewinnt

Den größten Sprung nach vorne machte aber Clément Noël. Als 30. des ersten Laufs hatte er 2,60 Sekunden Rückstand. Dem Franzosen gelang ein fulminanter Lauf, mit dem er noch 26 Plätze gut machte und als Vierter das Podest nur knapp verpasste. Für einen Aufreger sorgte dann beim Zieleinlauf von Alex Vinatzer eine Zuschauerin, die kurz vor dem Skirennläufer durch die Zeitschranke gelaufen war. Kurz lag der Schweizer in Führung, doch die Zeit wurde korrigiert. Auch dem Sechstschnellsten des ersten Laufs gelang es nicht, Noël zu verdrängen.

Clement Noel

Clement Noel

Erst Yule konnte die Zeit des Franzosen knacken. Doch die neue Bestzeit hielt nur bis zur Fahrt von Pinturault. Der Franzose zündete den Turbo und verteidigte seinen Podestplatz. Auch Kristoffersen fuhr auf Angriff und trotz eines Fehlers auf Platz eins. Seine Bestzeit am Ende 1:42,37 Minuten. Nur Schwarz konnte das noch toppen. Doch der Österreicher verpatzte seinen Lauf. Auf der Planai verfuhr sich der Lokalmatador und ließ die rot-weiß-roten Feierträume platzen.

DSV-Quintett nicht im zweiten Durchgang dabei

Anton Tremmel (+3,29) ließ zuletzt immer wieder sein Potenzial aufleuchten. Doch dieses Mal hatte er mit dem Kurs sichtlich zu kämpfen und landete nur auf Platz 37. Teamkollegen David Ketterer (+3,47) reihte sich als 42. ein. Sebastian Holzmann (SC Oberstdorf), Dominik Stehle (SC Obermaiselstein) und Fabian Himmelsbach (SC Sonthofen) brachten ihren Lauf erst gar nicht ins Ziel.

Kitzbühlüberraschung Braathen zu stürmisch unterwegs

Lucas Braathen, der nach dem ersten Lauf in Kitzbühel geführt hatte, fuhr erneut volles Risiko. Dieses Mal ging es sich allerdings nicht aus. Der Norweger verfehlte schon im Mittelteil ein Tor und schied aus.

mla/br | Stand: 28.01.2020, 19:00

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