Nächster Schweizer Sieg in Beaver Creek - Schwaiger in den Top Ten

Ski alpin - Feuz Abfahrt-Sieger, Schwaiger Siebter Sportschau 07.12.2019 00:40 Min. Verfügbar bis 07.12.2020 Das Erste

Ski-alpin-Weltcup

Nächster Schweizer Sieg in Beaver Creek - Schwaiger in den Top Ten

Einen Tag nach Marco Odermatts Triumph im Super-G von Beaver Creek hat an selber Stelle sein Schweizer Teamkollege Beat Feuz die Abfahrt gewonnen. Im deutschen Team sorgte nicht Thomas Dreßen, sondern Dominik Schwaiger für das Highlight des Rennens.

Der Abfahrts-Klassiker auf der "Birds of Prey"-Piste ist ohnehin berühmt-berüchtigt für seine abenteuerlichen Steilpassagen und Sprünge. Erschwerend kam am Samstag (07.12.19) - zumindest vor und zu Beginn des Rennens - noch starker Wind hinzu. Daher war die Strecke im US-amerikanischen Beaver Creek etwas verkürzt worden. Kürzere Pisten bedeuten oft extrem spannende Rennausgänge.

Nicht so diesmal auf der "Birds of Prey": Der Schweizer Routinier und Vorjahressieger Beat Feuz gewann mit einer Zeit von 1:12,98 Minuten - und einem für diese kurze Fahrt relativ großem Vorsprung von 41 Hundertstel vor Vincent Kriechmayr aus Österreich und dem Franzosen Johan Clarey, die beide zeitgleich ins Ziel kamen. Für den 32-jährigen Schweizer war es der insgesamt zwölfte Weltcup-Sieg - ein Tag nach dem Super-G-Triumph von Teamkollege Marco Odermatt.

Dreßen mit verhaltener Fahrt

In Beaver Creek war Thomas Dreßen genau vor einem Jahr schwer gestürzt. Die Folge: Kreuzbandriss. Dementsprechend merkte man dem 26-Jährigen den Respekt vor der "Birds of Prey" an. Der Abfahrtssieger von Lake Louise eine Woche zuvor fuhr diesmal verhaltener - und kam mit einem Rückstand von 1,10 Sekunden auf Feuz ins Ziel, er wurde 19. Dreßen sagte, er sei "grundsätzlich" zufrieden mit seinen ersten Rennen: "Das passt schon. Dass ich noch Fehler mache, ist jetzt keine Überraschung."

Dominik Schwaiger - mit der 41 auf die 7

Dominik Schwaiger

Dominik Schwaiger

In die rauschte mit der hohen Startnummer 41 dafür Dominik Schwaiger. Der Sportsoldat erwischte einen perfekten Tag und holte das Maximum aus der schon arg strapazierten Piste heraus. Der Lohn: Platz sieben. Erst zum zweiten Mal überhaupt erreichte der 28-Jährige im Weltcup ein Top-Ten-Resultat.

Schwaiger und eine Wette

"Ich bin auf alle Fälle super happy mit meinem siebten Platz", sagte Schwaiger nach dem Rennen und berichtete von einer Wette mit dem deutschen Alpindirektor Wolfgang Maier: "Kleiner Anreiz war noch: Ich habe mit Wolfi eine kleine Wette am Laufen gehabt. Wenn ich Top 15 fahre, kriegen wir eine Kamera fürs Team, damit wir mal gescheite Fotos machen können für den DSV-Kanal."

Ferstl und Sander nicht in den Top 30

Josef Ferstl begann stark, verlor dann aber nach einem Fehler schon im oberen Teil kontinuierlich Zeit. Am Ende landete der zweifache Super-G-Sieger abgeschlagen im Feld (+1,61). Andreas Sander, am Vortag noch guter 14. im Super-G, erreichte diesmal ebenfalls nicht die Top 30 (+1,96), genauso wie Manuel Schmid (+2,03). Klaus Brandner schied aus.

Drittbester Starter des Deutschen Skiverbands (DSV) war in der Abfahrt von Beaver Creek ein Neuzugang: Romed Baumann, vom Österreichischen Skiverband zum DSV gewechselt, sammelte mit 1,46 Sekunden Rückstand als 29. Weltcuppunkte.

red | Stand: 07.12.2019, 20:37

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