Dreßen Dritter beim "Marathon"-Super-G in Gröden

Super-G Gröden: Dreßen starker Dritter Sportschau 20.12.2019 00:45 Min. Verfügbar bis 20.12.2020 Das Erste

Ski-alpin-Weltcup

Dreßen Dritter beim "Marathon"-Super-G in Gröden

Nebel, Schneefall, Regen - über drei Stunden dauerte der immer wieder unterbrochene Super-G der Männer in Gröden. Thomas Dreßen sorgte in seiner Comebacksaison mit Platz drei für das nächste Topresultat.

Doch von Anfang an: Die Probleme begannen schon vor dem Start. Starker Wind veranlasste die Rennleitung, den Start etwas nach unten zu verlegen. Während des Rennens gab es dann zunächst mehrere kurze und eine rund halbstündige Nebelpause. Als 20 Fahrer im Ziel waren, unterbrach die Jury um 13.10 Uhr - begonnen hatte das Rennen um 11.50 Uhr - erneut.

48 von 64 Startern schaffen's auf die "Saslong"

Dann war ganz langes Warten angesagt. Erst um 14.40 Uhr wurde wieder gefahren. In knappen Zeitintervallen peitschte die Jury die weiteren Starter ins Ziel. 30 der 64 gemeldeten mussten fahren, damit der Super-G auch gewertet werden konnte. Und neben dem schwierigen Wetter kam mit der nahenden Dunkelheit eine weitere Gefahr für das Rennen. Immerhin 48 Starter durften hinunter, dann sorgte erneuter Nebel für die nächste Unterbrechung und schließlich für das vorzeitige Rennende.

Doch die Hartnäckigkeit der Jury wurde belohnt, auch wenn die Starter jenseits der Top 30 keine Gefahr mehr für die Topfahrer waren und nicht mehr viel Spannung aufkam. Der Österreicher Vincent Kriechmayr (Startnummer 7) gewann. Kein Wunder, denn auf der nun verkürzten "Saslong" hatten die Speedspezialisten klare Vorteile gegenüber den Technikern.

Dahinter landete der Norweger Kjetil Jansrud (Startnummer 15/+0,05 Sekunden) auf Platz zwei und der Mittenwalder Thomas Dreßen (Startnummer 18/+0,22) auf dem dritten Platz. Für Dreßen, der nach einer schweren Knieverletzung in seiner Comebacksaison ist, war es der zweite Super-G-Podestplatz der Karriere.

Dreßen: Podest trotz geschwollenem Knie

"Das war natürlich geil, als ich im Ziel den Dreier aufleuchten sah. Ich hab mir einfach gedacht, dieser Super G könnte mir liegen, weil er schneller ist", sagte der 26-Jährige: "Ich habe oben gesehen, die in der Hocke geblieben sind, haben Zeit aufgeholt. Da habe ich mir vorgenommen, Du gehst nicht aus der Hocke raus. Dass sich das so auswirkt, hätte ich nicht gedacht, vor allem, weil das Knie immer noch geschwollen ist."

Thomas Dreßen nach dem Super-G: "Habe mich brutal gefreut" Sportschau 20.12.2019 02:12 Min. Verfügbar bis 20.12.2020 Das Erste

Andreas Sander, Josef Ferstl und Dominik Schwaiger verpassten zwar die Top Ten, sammelten aber Weltcuppunkte.

red | Stand: 20.12.2019, 15:24

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