Super-G: Baumann und Sander glücklos in Garmisch-Partenkirchen

Super-G: Glücklose Deutsche in Garmisch-Partenkirchen Sportschau 06.02.2021 01:10 Min. Verfügbar bis 06.02.2022 Das Erste

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Super-G: Baumann und Sander glücklos in Garmisch-Partenkirchen

Auch beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen konnten die DSV-Fahrer nicht ums Podest mitfahren. Dennoch können Andreas Sander und Romed Baumann optimistisch Richtung WM blicken: Die Abstände zur Spitzengruppe sind gering.

Im letzten Rennen vor den Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo wollten sich die deutschen Speed-Asse noch einmal Selbstvertrauen holen. Bei der Abfahrt am Freitag gelang dies allerdings nicht. Kein Top-Ten-Ergebnis stand für die DSV-Athleten zu Buche. Romed Baumann und Andreas Sander wollten deshalb beim Super-G in Garmisch Partenkirchen am Samstag (06.02.2021) eine Leistungssteigerung zeigen.

Baumann fehlt das Hundertstelglück

Romed Baumann war gut unterwegs, leistete sich aber auch kleine Fehler und fand nicht die direkteste Linie. Der Abstand zu den Top fünf war jedoch nur minimal: "Es war eine ganz gute Fahrt"; so die Einschätzung des Wahl-Bayern.

"Ein Zehntel auf den Fünften, das Hundertstelglück war nicht auf meiner Seite", sagte er im ZDF-Interview. "So richtig attackieren kann man aus der Sicherheit", die habe er derzeit. "Vielleicht gelingt mir ein Granaten-Lauf in Cortina."

Sander muss noch Selbstbewusstsein tanken

Sander wollte nach Platz 24 in der Abfahrt alles auf eine Karte setzen. Der 31-Jährige fuhr jedoch eine rundere Linie als Baumann und ließ im unteren Bereich zuviel Zeit liegen. Zwar habe er sich deutlich besser gefühlt als am Vortag, anaylsierte Sander, allerdings "hat die letzte Überzeugung gefehlt." Gefehlt habe ihm auch das nötige Selbstbewusstsein und damit "das letzte Risiko." Er sei aber überzeugt, dass er am Dienstag bei der WM ein gutes Rennen zeigen werde.

Kriechmayr setzt sich durch

Beide DSV-Fahrer kamen nicht an die Bestzeit (1:12,68 Minuten) von Vincent Kriechmayr heran, der in Kitzbühel schon einen Sieg im Super-G eingefahren hatte und auch die Wertung für den Disziplinen-Weltcup anführt. "Die Verhältnisse waren sehr schwer", sagte Kriechmayr nach seinem Erfolg. "Ich freue mich sehr."

Romed Baumann beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen

Romed Baumann beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen

Bauman lag als Zehnter 0,78 Sekunden zurück, Sander (+0,94) war auf Platz 13 fast eine Sekunde langsamer unterwegs.

Favoriten für WM-Gold bringen sich in Stellung

Für die WM-Favoritenrolle brachten sich andere in Stellung: Der Österreicher Matthias Mayer war mit 0,17 Sekunden Rückstand knapp an seinem siegreichen Teamkollegen Kriechmayr dran. Der Schweizer Marco Odermatt lag als Dritter 0,49 Sekunden zurück.

Top 20: Jocher sammelt Weltcup-Punkte

Simon Jocher fuhr in die Top 20 und setzte ein weiteres Ausrufezeichen für die Zukunft: 1,14 Sekunden betrug sein Rückstand auf die Bestzeit. Manuel Schmid (+2,27) kam als 41. ins Ziel, Dominik Schwaiger (+2,30) reihte sich als 42. ein.

Dreßen nicht am Start, Ferstl fällt aus

Thomas Dreßen ließ das Rennen wie schon die Abfahrt aus. Er strebt sein Comeback pünktlich zur WM an. Josef Ferstl fällt dagegen nach seinem Sturz bei der Abfahrt lange aus. Der 32-Jährige zog sich bei seinem spektakulären Abflug auf der Kandahar schwere Verletzungen zu und musste die Saison kurz vor dem Höhepunkt in Cortina d'Ampezzo beenden.

mla | Stand: 06.02.2021, 16:44

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