Schweizer Odermatt überrascht Konkurrenz im Super-G

Ein Mann im Skianzug freut sich und jubelt

Super-G Weltcup

Schweizer Odermatt überrascht Konkurrenz im Super-G

Von Margot Lamparter

Beim Super-G in Saalbach-Hinterglemm hat der Schweizer Marco Odermatt überraschend die Topfavoriten auf die Plätze verwiesen und die Entscheidung um die kleine Kristallkugel vertagt. Andreas Sander und Josef Ferstl fuhren ein gutes Ergebnis ein.

Beim Super-G in Saalbach-Hinterglemm wirbelte der 23-jährige Marco Odermatt die Weltcupwertungen noch einmal durcheinander. Mit seinem dritten Weltcup-Sieg machte er im Kampf um den Gesamtweltcup wichtige Punkte auf den führenden Franzosen Alexis Pinturault gut.

Dem drittplatzierten Österreicher Vincent Kriechmayr verhagelte der Schweizer den fast schon sicheren Griff nach der kleinen Kristallkugel. Auf Platz zwei konnte sich noch der Franzose Matthieu Bailet schieben. Mit Platz acht und 13 fuhren Andreas Sander und Josef Ferstl Top-Ergebnisse ein.

Sander rast am Podestplatz vorbei

Ein Mann im DSV-Outfit während eines Skirennens

Das Rennen brachte zahlreiche Überraschungen: Sander wollte nach Platz 24 am Vortag in der Abfahrt im Super-G zeigen, dass er mehr drauf hat. Mit Startnummer drei gelang ihm ein guter Lauf, doch schon kurz danach pulverisierte Kriechmayr die Zeit des 31-Jährigen. "Die Einfahrt ins Flachstück hab ich verpatzt", analysierte Sander. "Ganz so eine super Leistung war es dann eben nicht." Immerhin wurde es noch Platz acht.

Die Bestzeit konnte zunächst auch Kriechmayrs Mitkonkurrent um den Disziplinen-Weltcup nicht knacken. Matthias Mayers (+1,27/7. Platz) Hoffnungen auf die kleine Kristallkugel verpufften nach einem rasanten, aber nicht fehlerfreien Ritt über die Piste.

Doch dann kam alles ganz anders. Die Freude über eine möglichen Sieg verdarb Kriechmayr ein Schweizer. Odermatt war 0,81 Sekunden schneller unterwegs und übernahm die Spitze. Auf Platz zwei schob sich dann auch noch der Franzose Matthieu Bailet (+0,62). Vor dem letzten Rennen beim Weltcup-Finale in Lenzerheide hat Kriechmayr 83 Punkte Vorsprung vor Odermatt, und 125 auf Mayer. Mit am Start sind dann auch Sander, Ferstl und Baumann.

Ferstl meldet sich in den Top 15 zurück

Und dann mischte auch noch Josef Ferstl (+2,02) vorne mit. Der 32-Jährige lag sogar kurz auf Bestzeitkurs. Dafür reichte es am Ende dann doch nicht. Nach einer verletzungsbedingten Pause meldete sich Ferstl aber mit einer starken Fahrt in den Top 15 zurück.

Clarey stürzt spektakulär - ohne Verletzung

Für eine Schrecksekunde sorgte Johan Clarey aus Frankreich: Der 40-Jährige wurde bei einem Sturz quer durch die Luft gewirbelt. Das Glück war aber aufseiten des Franzosen, denn passiert ist ihm dabei zum Glück nichts.

Clarey bleibt nach dramatischem Sturz unverletzt Sportschau 07.03.2021 01:08 Min. Verfügbar bis 07.03.2022 Das Erste

Baumann wird durchgereicht

Vizeweltmeister Romed Baumann hatte schon früh den Kampf um einen Podestplatz verpatzt. Nach einem dicken Fehler an der Schlüsselstelle des schwierigen Kurses verlor er den nötigen Speed und das Rennen um einen Top-Platz. Satte 3,18 Sekunden sein Rückstand auf Odermatt. "Ich habe vom Start weg schon Probleme gehabt", erklärte Baumann. Nach Rücksprache mit Sander habe er materialmäßig zwar "nach oben geschraubt. Ich hab aber nie den nötigen Zug gehabt". Dann gehe es schnell, dass man drei Sekunden hinten ist. Baumann landete auf dem enttäuschenden 29. Platz hinter Manuel Schmid, der mit Startnummer 51 noch auf Rang 27 fuhr.

Simon Jocher verpasste dagegen seine Chance auf ein gutes Ergebnis und den Einzug ins Saisonfinale in zwei Wochen nach einem Sturz. Dominik Schwaiger hob es vor einem Sprung aus, einen Sturz konnte er noch verhindern, das Rennen war aber auch für ihn vorbei.

Stand: 07.03.2021, 11:15

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