Ski alpin - Männerteam in Schlagdistanz, Frauen nicht konkurrenzfähig

Wolfgang Maier

Weltcup-Riesenslalom

Ski alpin - Männerteam in Schlagdistanz, Frauen nicht konkurrenzfähig

Der Weltcup-Auftakt in Sölden war für den DSV eine erste Standortbestimmung: Stefan Luitz und Alexander Schmid sind auf Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Bei den Frauen war man "in dieser Disziplin nicht konkurrenzfähig", sagte Alpin-Sportvorstand Wolfgang Maier.

Auf dem Rettenbach-Gletscher ging am Wochenende das erste Kräftemessen der alpinen Skisaison über die Bühne. "Es war wahnsinnig spannend, extrem eng, wirklich Sport auf höchstem Niveau," schwärmte DSV-Sportvorstand Maier nach dem Riesenslalom-Auftakt in Sölden. Der Cut bei den Besten 30 lag unter zwei Sekunden. Das zeige "immer die Qualität."

Mit dem Abschneiden von Luitz (14.) und Schmid (15.) war man beim Deutschen Skiverband zufrieden. Zum Podium fehlten dem deutschen Duo allerdings fast eineinhalb Sekunden. "Es fehlt nicht viel", analysierte Bundestrainer Christian Schwaiger. Auch Maier sieht die DSV-Fahrer in "Schlagdistanz. [...] Wir haben noch Abstand zur Weltspitze, aber wir sind nicht abgeschlagen."

Luitz ein Kandiddat fürs Podium

Nach einer durchwachsenen Saison 2019/20 ist Hoffnungsträger Stefan Luitz schon auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung", fand Luitz selbst, der an seine guten Ergebnisse beim Saisonendspurt (ein Podestplatz und zwei Top-Ten-Plätze), anknüpfen will. Maier traut ihm jedenfall Großes zu: "Der kann das Podium und ich bin 100 Prozent überzeugt, dass er das auch wieder hinbekommt."

Der Sieg von Ausnahmetalent Lukas Braathen (NOR) war indes auch für viele Experten eine Überraschung. Die soll es auch im DSV-Team irgendwann mal geben: Maier ist "überzeugt davon, dass ich den Topläufer noch bekomme."

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Im Riesenslalom nicht breit genug aufgestellt

Das Frauen-Quartett mit Lena Dürr, Jessica Hilzinger, Andrea Filser und Lisa Marie Loipetssperger hatte das Finale dagegen verpasst. "Keine im zweiten Durchgang zu haben, ist natürlich enttäuschend für mich", sagte Damen-Bundestrainer Jürgen Graller. Auch Maier war überrascht: "Das, war vom Ergebnis her nicht, was wir erwartet haben." Beim Rennen der Frauen reifte deshalb die Erkenntnis, dass man ohne Viktoria Rebensburg und der nach einem Kreuzbandriss noch nicht einsatzbereiten Marlene Schmotz, "in dieser Disziplin aktuell nicht breit genug aufgestellt" ist.

Aufgrund der Ausgangssituation speziell bei den Frauen im Riesenslalom "waren wir nicht konkurrenzfähig. Aber wir müssen es kritisch sehen, auch "weil wir nicht genug riskiert haben, unter die besten 30 zu kommen." Dennoch will Maier über die Leistung des Quartetts so früh in der Saison nicht zu hart urteilen. "Unsere Hauptwettkampfzeit ist der Januar und der Februar mit den Weltmeisterschaften. Bis dahin lässt sich schon noch einiges entwickeln."

Ski Alpin: Enttäuschender Weltcup-Auftakt für den DSV in Sölden Sportschau 17.10.2020 02:03 Min. Verfügbar bis 17.10.2021 Das Erste

red/BR | Stand: 19.10.2020, 13:54

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