Schmotz feiert Comeback - Dürr selbstbewusst zum Slalom nach Levi

Lena Dürr

DSV-Frauen mit sieben Starterinnen zum Slalom nach Levi

Schmotz feiert Comeback - Dürr selbstbewusst zum Slalom nach Levi

Nun geht der Alpin-Winter richtig los! Vier Wochen nach dem Saisonauftakt in Sölden stehen für die Frauen am Wochenende zwei Slaloms in Finnland an. Der Bundestrainer nominierte sieben Athletinnen - und stellt klare Forderungen.

Angeführt von Lena Dürr und Weltcup-Rückkehrerin Marlene Schmotz reisen die deutschen Alpin-Frauen mit einem siebenköpfigen Team zum Slalom-Wochenende ins finnische Levi. Frauen-Bundestrainer nominierte für die beiden Rennen am Samstag (21.11.2020) und Sonntag (22.11.2020) neben Dürr und Schmotz noch Jessica Hilzinger, Martina Ostler, Marina Wallner, Andrea Filser und Weltcup-Debütantin Luisa Mangold.

Schmotz: "Rennfahren macht Mordsspaß"

Marlene Schmotz

Marlene Schmotz: "Schon fast bei 100 Prozent"

Gut elf Monate nach ihrem Kreuz- und Innenbandbandriss im rechten Knie erlebt Schmotz in Lappland dabei ein Comeback. "Das Rennfahren macht wieder einen Mordsspaß. Am Start komt dann sicher ein bisschen Nervosität. Aber es überwiegt die Freude", blickt die die 26-Jährige auf die Rennen in Finnland voraus. Zu ihrer Form sagte die Bayerin bei einem virtuellen Pressegespräch am Dienstag (17.11.2020): "Ich bin schon relativ weit. Ein bisschen fehlt noch, aber ich bin schon fast wieder bei 100 Prozent."

Dürr: "Sprung nach vorn machen"

Ebenfalls mit Vorfreude steigt Dürr in den Charterflug nach Finnland. "Der Hang in Levi und die Bedingungen liegen mir. Levi ist etwas Besonderes, es macht Spaß da oben." Mit Rang sechs im Slalom feierte Dürr 2017 das zweitbeste Weltcup-Einzelergebnis ihrer Karriere. Daher will die 29-Jährige auch nicht zu lange an den mit Rang 38 verpatzten Weltcup-Auftakt Mitte Oktober in Sölden denken. "Der Slalom hat mir schon immer mehr gelegen, da habe ich auch eine gute Startnummer. Nach Sölden haben wir viel Slalom trainiert. Ich hoffe, dass wir einen Sprung nach vorn machen können." Sie will dabei vorangehen. Ob sie nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg denn bereit sei, das neue Alpin-Aushängeschild zu werden? "Natürlich."

Bundestrainer Graller: "Jetzt muss Umbruch stattfinden"

Das hofft auch Bundestrainer Jürgen Graller. Nach dem Rebensburg-Rücktritt fordert Graller: "Jetzt muss der Umbruch stattfinden. Wir haben die Mannschaft in den vergangenen Jahren im Europacup geformt. Jetzt wollen und müssen wir präsent sein und den jungen Athletinnen die Chance geben, sich zu zeigen." Ziel müsse sein, dass sich neben Dürr und Schmotz auch Slalom-Europacup-Siegerin des Vorjahres, Hilzinger, und die derzeit verletzte Martina Willibald, regelmäßig in den Top 15 der Welt platzieren.

DSV-Team reist mit Charterflügen

Optimistisch ist der Bundestrainer auch, dass sein Team auch die Herausforderungen der Corona-Pandemie meistern wird: "Wir sind sehr darauf bedacht, die Hygieneanforderungen einzuhalten. Wir tragen Masken, halten den Abstand ein, beim Autofahren genauso wie beim Training. Spannend wird es jetzt, wenn der Winter losgeht und alle reisen. Daher fliegen wir nur mit Charterflügen. Diesen Prozess zu koordinieren, das wird ein Riesen-Ding, wie wir es noch nie gehabt haben. Der Sport sollte aber im Vordergrund stehen."

Dirk Hofmeister | Stand: 17.11.2020, 14:02

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