Erfolg im Super-G - erster Weltcupsieg für Schweizer Odermatt

Dreßen abgeschlagen bei Odermatts Super-G-Sieg in Beaver Creek Sportschau 06.12.2019 01:16 Min. Verfügbar bis 06.12.2020 Das Erste

Ski alpin in Beaver Creek

Erfolg im Super-G - erster Weltcupsieg für Schweizer Odermatt

Mit einer Bravour-Leistung hat der Schweizer Marco Odermatt beim Super-G in Beaver Creek seinen ersten Weltcupsieg eingefahren. Für deutsche Starter war am Freitag (06.12.19) in den USA nichts zu holen.

Mit einer beherzten Fahrt hat Marco Odermatt den Super-G im US-amerikanischen Beaver Creek gewonnen. Der Kurs auf der berühmt-berüchtigten "Birds of Prey"-Piste war tückisch und technisch sehr anspruchsvoll gesteckt. Viele Fahrer - auch aus dem Top-Bereich - gingen das Rennen mit viel Respekt an. Nicht so Marco Odermatt. Der 22-jährige Schweizer mit Startnummer zwei fuhr riskant, vermied dabei knapp ein Ausscheiden, wurde aber am Ende mit seinem ersten Weltcupsieg belohnt.

"Es war voll am Limit, mehr wäre nicht gegangen. Dass man das Rennen so lange auf dem roten Stuhl genießen darf, ist schon cool (...) Als Nummer zwei hat man eine Linie im Kopf, die muss man durchziehen", sagte der fünffache Juniorenweltmeister im ORF.

Norweger Kilde verschenkt Sieg

Von den Top-Läufern kamen nur der Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,10 Sekunden) und Matthias Mayer aus Österreich (+0,14) nah an Odermatt heran. Dabei verschenkte Kilde den sicheren Sieg durch einen schweren Fehler kurz vor dem Ziel. Mayer hatte am Wochenende zuvor den Super-G im kanadischen Lake Louise gewonnen.

Dreßen abgeschlagen, Ferstl ausgeschieden

Auch Thomas Dreßen gehörte zu denen, die zu vorsichtig unterwegs waren. Der 26-Jährige - am Wochenende zuvor noch Abfahrtssieger und Zehnter im Super-G - kam diesmal am Ende als 27. (+1,96) ins Ziel. Allerdings ist Beaver Creek auch der Ort, an dem er sich vor einem Jahr schwer verletzte. Andreas Sander war deutlich schneller (+1,28) unterwegs als sein Teamkollege, schaffte es aber nicht in die Top Ten, war als 14. dennoch bester Deutscher. Dominik Schwaiger (+2,24) kam nicht in die Punkteränge der Top 30, dasselbe gilt für Manuel Schmid (+2,56).

Josef Ferstl war nach einer Bodenwelle vom nächsten Tor überrascht und fädelte ein - ein klassischer Besichtigungsfehler des zweifachen Super-G-Siegers. Kurios: Der Franzose Brice Roger schied durch denselben Fehler an derselben Stelle aus. Romed Baumann, der vom österreichischen zum deutschen Skiverband gewechselt hatte, fuhr an einem Tor vorbei.

Auch Vorjahressieger Max Franz ging den Kurs zu vorsichtig an, der Österreicher kam mit einem Rückstand von mehr als zwei Sekunden auf den Sieger nicht einmal in die Top 20.

eei | Stand: 06.12.2019, 19:48

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