Es gibt weiter Spitzensport auf höchstem Niveau

Wolfgang Maier mit Viktoria Rebensburg

DSV-Alpinchef Wolfgang Maier

Es gibt weiter Spitzensport auf höchstem Niveau

DSV-Alpinchef Wolfgang Maier glaubt, dass es trotz des Karriereendes zahlreicher Top-Athleten wie Felix Neureuther, Marcel Hirscher und Lindsey Vonn eine spannende Weltcup-Saison wird: "Man kann sich auf Spitzensport auf höchstem Niveau freuen."

"Die Weltcupsaison wird so sein, wie die anderen auch. Dass man spannende Rennen sehen wird", sagt Maier, der mit einem gewissen Optimismus auf die neue Saison schaut. "Man kann sich auf neue Gesichter freuen, man kann sich auf Spitzensport auf höchstem Niveau freuen. Aber mit anderen Persönlichkeiten, die vorne sein werden." Ob das so Gute sein werden, wie der Felix oder jemand einen Hirscher noch mal toppen kann. "Das ist Teil dieses Spiels." In Österreich habe man, nachdem Hermann Maier abgetreten war, sicher auch nicht damit gerechnet, dass ein Hirscher acht Jahre lang den Gesamtweltcup holt. Oder bei den Frauen eine Mikaela Shiffrin kommt und jeden Rekord bricht, den es bislang gab.

Nach Hirscher könnte Kristoffersen dominieren

Maier kann sich vorstellen, dass man in den Herren-Rennen mehr Sieger sehen wird. "Allerdings wird sich trotzdem der ein oder andere relativ schnell auf dem Podium festsetzen." Der Alpin-Chef sieht Henrik Kristoffersen als einen heißen Anwärter auf den Gesamtsieg. Es sei die "logische Schlussfolgerung, dass der wahrscheinlich diese technischen Disziplinen jetzt in ähnlicher Art und Weise beherrschen kann, wie es vorher beim Hirscher die Möglichkeit war." Es werde aber auch das eine oder andere junge Gesicht nach oben kommen.

Wie sieht's bei den DSV-Männern aus?

Maier hat bei den DSV-Herren keine allzu große Erwartungshaltung an den Weltcup-Winter. Es werde eher "eine Umbau- und Orientierungs-Saison." Denn ein Teil der verletzten DSV-Athleten wird wieder zurückkommen. Jetzt gehe es darum, Sportler wie Thomas Dressen, Andreas Sander und Stefan Luitz, wieder an das "absolute Weltklasse-Wettkampfniveau heranzuführen." Natürlich muss man den "ein oder anderen Aderlass kompensieren" und z. B. eine Persönlichkeit wie Neureuther ersetzen. Kein zweiter Felix, "sondern jemand, der in der absoluten Weltspitze im Slalom mitfährt und das konstant über Jahre." Erwartungen, "von denen wir glauben, dass wir sie auch erfüllen können." Allerdings ist offen, wie schnell das passieren kann. "Dauert es nur die eine Saison, geht's vielleicht schneller oder doch vielleicht zwei oder drei Jahre?"

Leaderin bleibt Rebensburg

Bei den Frauen ist für Maier weiterhin Viktoria Rebensburg die Topfahrerin. "Die Vicky, die ist und bleibt im Augenblick die Topfahrerin." Sie kann mit Ansage Weltklasseleistungen bringen und aufs Podium fahren. Aber mit Marlene Schmotz, Kira Weidle und anderen jungen DSV-Läuferinnen kommen Athletinnen nach, die sich "deutlich besser im Spitzenbereich etablieren können, wie das noch vor zwei drei Jahren war." Nach der intensiven Vorbereitungssaison werde man auch die Lücke zur absoluten Weltspitze etwas kleiner machen können. "Wir kommen Schritt für Schritt vorwärts."

br/mla | Stand: 12.11.2019, 11:06

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

NamePkt
1.Mikaela Shiffrin532
2.Federica Brignone281
3.Viktoria Rebensburg261
4.Petra Vlhová238
5.Corinne Suter225

Ski Alpin | Weltcupstand Herren

NamePkt
1.Alexis Pinturault264
2.Henrik Kristoffersen243
3.Matthias Mayer233
4.Vincent Kriechmayr212
5.Dominik Paris204
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