Schmidhofer gewinnt Garmischer Super-G - Rebensburg ausgeschieden

Nicole Schmidhofer

Ski-alpin-Weltcup

Schmidhofer gewinnt Garmischer Super-G - Rebensburg ausgeschieden

Die österreichische Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer hat in Garmisch ihren ersten Weltcup-Sieg in dieser Disziplin eingefahren. Viktoria Rebensburg schied aus und verzichtet auf die Abfahrt am Sonntag. Eine furiose Vorstellung zeigte die Italienerin Sofia Goggia bei ihrem Comeback-Rennen.

Mit eineinhalb Stunden Verspätung war das Rennen am Samstag (26.01.19) auf der "Kandahar" in Garmisch-Partenkirchen gestartet worden. Es hatte zu viel Schneefall seit dem frühen Morgen gegeben. Am späten Vormittag ließ er dann nach, um 11.30 Uhr konnte es losgehen. So richtig Fahrt nahm der letzte Damen-Super-G vor der alpinen Ski-Weltmeisterschaft aber erst mit Startnummer 6 auf. Die hatte Sofia Goggia. Die für ihre spektakuläre Fahrweise bekannte Italienerin wurde auch in Garmisch ihrem Ruf gerecht. Nach einer wilden Vorstellung am Rande des Ausfalls lag die 26-Jährige lang in Führung.

Erst Nicole Schmidhofer mit der Startnummer 15 löste Goggia an der Spitze ab. Die Österreicherin war am Ende um 23 Hundertstel schneller als die Italienerin. Für diese war es der erste Weltcup-Einsatz in dieser Saison nach einem komplizierten Knöchelbruch, den sie sich in der Saisonvorbereitung zugezogen hatte. Dritte wurde die Schweizerin Lara Gut-Behrami. "War cool, ich hätte es im Ziel nicht gedacht. War eine Wahnsinns-Generalprobe.", sagte Schmidhofer im ORF zu ihrem insgesamt dritten Weltcup-Sieg nach ihren zwei Abfahrtserfolgen zu Beginn der Saison in Lake Louise.

Rebensburg verpatzt WM-Generalprobe - deutsches Debakel

Für Viktoria Rebensburg (Kreuth) läuft es kurz vor Beginn der WM im Februar alles andere als opimal. Für die 29-Jährige war das Heimrennen in Garmisch relativ schnell beendet. Sie wurde zwei Mal hintereinander von einem Schlag erwischt und schied aus. "Extrem schade. Das schmerzt, gerade beim Heim-Weltcup wäre ich gerne ins Ziel gekommen, und gerne auch nicht so langsam", sagte Rebensburg im ZDF. Am Abend teilte Bundestrainer Jürgen Graller nach einer Sitzung der Teamchefs dann mit, dass Rebensburg in der Abfahrt nicht mehr an den Start gehen werden. Er begründete den Verzicht damit, dass seine beste Skirennfahrerin Kräfte sparen müsse für die WM. Vor dem Saisonhöhepunkt steht noch ein Riesenslalom in Maribor an, bei dem sich Rebensburg Schwung für die Weltmeisterschaften in Are holen will.

Auch Michaela Wenig (Lenggries), Kira Weidle, (Starnberg), Ann-Kathrin Magg (Überlingen) und Meike Pfister (Krumbach) schieden aus. Veronique Hronek (Unterwössen) und Patrizia Dorsch (Schellenberg) kamen ins Ziel, verpassten aber die Punkteränge.

Shiffrin und Vonn verzichten

Michaela Shiffrin nahm am Super-G von Garmisch-Partenkirchen nicht teil. Die Führende in der Super-G-Wertung aus den USA schont sich für die WM im Februar. Weil die Norwegerin Ragnhild Mowinckel und die Liechtensteinerin Tina Weirather nur die Ränge sieben und acht belegten, bleibt Shiffrin in der Disziplin-Wertung vorn.

Auch US-Skistar Lindsey Vonn verzichtet beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen auf einen Start. "Mein Knie ist noch nicht bereit für Rennen. Ich arbeite so hart ich kann, um so schnell wie möglich zurückzukommen", schrieb die 34-Jährige am Donnerstag (24.01.19) bei Instagram. Vonn laboriert seit längerem an gesundheitlichen Problemen und hatte beim Weltcup in Cortina d'Ampezzo sogar ein mögliches sofortiges Karriereende angedeutet. Vonn hatte angekündigt, die laufende Saison werde auf alle Fälle ihre letzte sein. Dabei will sie noch zum Sieg-Rekord des Schweden Ingemar Stenmark (86) aufschließen. Bislang hat sie 82 Weltcup-Siege.

Tausch wegen Wetterprognose

Wegen ungünstiger Wetterprognosen wurden am Freitag (25.01.2019) Abfahrt und Super-G vom Weltverband FIS getauscht. Die Abfahrt findet erst am Sonntag (11.30 Uhr) statt, der Super-G wurde dafür auf Samstag vorgezogen.

Thema in: Blickpunkt Sport, 27.01.2019, 21.45 Uhr, BR Fernsehen

Stand: 26.01.2019, 17:52

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