Flutlichtspektakel Schladming sucht "Mister Nightrace"

Schladming rot-weiss-rot

Nachtslalom

Flutlichtspektakel Schladming sucht "Mister Nightrace"

Zum 22. Mal kämpfen sich beim Flutlicht-Slalom in Schladming die Fahrer durch den Stangenwald in den Hexenkessel des Planai-Stadions. Auf der Siegerliste finden sich nur die ganz großen Stars der Szene. Vor allem Österreicher.

Mario Matt (2 Siege), Manfred Pranger (1), Reinfried Herbst (2), Marcel Hirscher (2) – die Liste der Nachtslalomsieger liest sich wie das "Who-is-Who" der rot-weiß-roten Skiszene. Allen voran der bisher erfolgreichste "Mister Nightrace", Benjamin Raich. Insgesamt viermal stand er hier ganz oben auf dem Podium.

Von Tomba über Miller bis zu Kristoffersen

Bei den ersten beiden Nachtslaloms in den Jahren 1997 und 1998 hatte sich noch Italiens Skiheld Alberto Tomba vor den Einheimischen eingereiht. Erst vier Jahre später wurde bei der Siegerehrung wieder eine andere als die österreichische Nationalhymne angestimmt: Da gewann der US-Amerikaner Bode Miller. Ihm folgte der Finne Kalle Pallander, dem das Kunststück in Schladming noch ein weiteres Mal gelang. Mit Jean-Baptiste Grange aus Frankreich und Alexander Choroschilow jubelten weitere Slalomartisten aus anderen Nationen. Fast hätte Henrik Kristoffersen den Seriensieger Raich eingeholt. Doch Marcel Hirscher verhinderte in der vergangenen Saison den vierten Sieg des Norwegers.

Der Österreicher Hirscher - oder eine andere Nation?

Genau diese beiden Fahrer gehören auch diesmal (Dienstag, ab 17.45 bzw. 20.15 Uhr live im BR Fernsehen) zu den Topfavoriten. Zwei Franzosen könnten ihnen dabei in die Suppe spucken: Clément Noël, der zuvor schon in Wengen und Kitzbühel am schnellsten war, wie auch sein Teamkollege Alexis Pinturault.

Felix Neureuther gratuliert Schladmimgs-Sieger 2016 Henrik Krostoffersen, Marcel Hirscher und Alexander Khoroshilov schauen zu.

Felix Neureuther gratuliert Schladmimgs-Sieger 2016 Henrik Krostoffersen, Marcel Hirscher und Alexander Khoroshilov schauen zu.

Bisher noch kein DSV-Sieger

Vielleicht sorgt aber auch ein DSV-Läufer für eine Überraschung in Schladming. Die waren bisher noch gar nicht auf der Siegerliste der nächtlichen Schladminger Slaloms aufgeführt. Felix Neureuther war hier immerhin schon zweimal Dritter. Für ihn ist Bundestrainer Mathias Berthold auf jeden Fall optimistisch. "Das geht sich sicher aus. Ich bin überzeugt von Felix. Weil ich ihn kenne und weiß, was er kann", sagte der Coach vor dem Rennen.

Für die anderen deutschen Läufer ist das Nachtrennen die letzte Chance, die WM-Norm zu erfüllen. Linus Straßer, Dominik Stehle und Fritz Dopfer könnten die Qualifikation in letzter Minute schaffen. Deren Prognosen sind allerdings nicht besonders rosig: "Die Jungs müssen aufwachen. Es ist einfach nicht gut im Moment. Die fahren gehemmt und bewegen sich langsam", schimpfte der Bundestrainer. Schläfrig darf man auf der eisigen Piste in Schladming aber definitiv nicht sein.

Nacht in Schladming

Nacht in Schladming

Thema in: BR Fernsehen am 29.1.19, 17.45 und 20.15 Uhr

rmü/dpa/sid | Stand: 28.01.2019, 15:10

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