Neureuther vor Comeback im Riesenslalom

Felix Neureuther

Ski Alpin

Neureuther vor Comeback im Riesenslalom

Comeback nach 391 Tagen Verletzungspause: Felix Neureuther wird am Samstag beim Riesenslalom von Val d’Isère am Start sein. Nachdem er sich im November 2017 das Kreuzband gerissen hatte, wollte Neureuther eigentlich direkt zu Saisonbeginn wieder angreifen. Dann kam die nächste Verletzung dazwischen: Mitte November brach er sich den Mittelhandknochen am Daumen der rechten Hand.

Dass er jetzt wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen kann, verdankt er auch einer Spezialschiene. "Die Schiene hilft mir beim Riesenslalom sehr", sagte Neureuther in einer Mitteilung, die der Deutsche Skiverband am Mittwoch (05.12.2018) veröffentlichte. So wie es aktuell aussehe, könne er mit der Schiene Rennen fahren.

Slalom-Start wackelt

Beim Slalom, Neureuthers Spezialdisziplin, in der er bereits elf Weltcupsiege feiern konnte, sei die Sache leider "etwas schwieriger", sagte er. Das liegt vor allem daran, dass die Hände im Slalom in Val d’Isère eine viel größere Rolle spielen, als im Riesenslalom. Deshalb bräuchte Neureuther dafür wohl ein spezielles System. Momentan sei er noch auf der Suche nach "Wegen und Techniken", um im Slalom wie gewohnt fahren zu können, sagte er. Ob ihm das bis zum Rennen am Sonntag (ab 9.30 Uhr im Live-Ticker) gelingt, kann er noch nicht abschätzen, weswegen auch offen ist, ob er dort starten wird. Mit Blick auf die anstehenden Riesenslaloms in Alta Badia (17. Dezember) und Saalbach-Hinterglemm (20. Dezember) könnte es sinnvoller sein, bei seinem Comeback kein Risiko einzugehen.

Den Riesenslalom von Beaver Creek hatte Neureuther noch ausgelassen und sich lieber daran gewöhnt, mit der Schiene zu fahren. Cheftrainer Mathias Berthold ist sich trotzdem sicher, dass der Rückkehrer "unsere Mannschaft verstärken wird". An Val d’Isère jedenfalls hat Felix Neureuther gute Erinnerungen: 2015 gelang ihm hier im Riesenslalom ein zweiter Platz.

vs | Stand: 05.12.2018, 15:18

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