Ski alpin - Schmid schrammt bei Zubcic-Sieg an Top 10 vorbei

Überraschung beim Riesenslalom: Filip Zubcic gewinnt Sportschau 05.12.2020 00:35 Min. Verfügbar bis 05.12.2021 Das Erste

Weltcup in Santa Caterina

Ski alpin - Schmid schrammt bei Zubcic-Sieg an Top 10 vorbei

Filip Zubcic hat im Schneegestöber von Santa Caterina den Riesenslalom gewonnen. Alexander Schmid verpasste als Elfter die Top 10 denkbar knapp. Stefan Luitz schied in Durchgang zwei aus.

Filip Zubcic hat sich im italienischen Santa Caterina den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere gesichert. Dabei fuhr der 27-jährige Kroate im zweiten Durchgang noch von Rang sechs bis an die Spitze und machte dabei knapp acht Zehntel auf Zan Kranjec aus Slowenien gut, der sich mit Rang zwei (+0,12 Sekunden) begnügen musste. Der Schweizer Marco Odermatt komplettierte das Podium (+0,30 sek).

Schmid nicht locker genug

Frei nach dem Motto "Attacke" ging Alexander Schmid als Neuntletzter in den zweiten Lauf. Jedoch fuhr er nicht so locker wie noch im ersten Durchgang, baute einige Fehler ein und verlor so bereits im oberen Teil auf der weichen und buckligen Piste seinen Vorsprung. Im Ziel reihte er sich zunächst als Vierter ein, was Platz elf in der Endabrechnung bedeutete (+1,59 sek). "Ich habe meine Leistung gezeigt. Im ersten Durchgang bin ich richtig gut Ski gefahren, das wollte ich auch im zweiten, war da aber nicht mehr ganz so aktiv. Trotzdem bin ich zufrieden", so Schmid nach dem Rennen. Seinem Ziel - eine Top-10-Platzierung in einem normalen Weltcup-Rennen - kommt er immer näher. Beim Parallel-Wettbewerb in Lech (AUT) vor knapp einer Woche schaffte er als Dritter den Sprung auf das Treppchen.

Riesenslalom der Männer - Felix Neureuthers Analyse zum Rennen in Santa Caterina Sportschau 05.12.2020 02:14 Min. Verfügbar bis 05.12.2021 Das Erste

Luitz scheidet nach wenigen Metern aus

Nach Rang zwölf zur Halbzeit wollte auch Stefan Luitz "im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauflegen" und riskierte viel. Zu viel. Bereits am dritten Tor konnte er seine Linie nicht mehr halten und rutschte über den Innenski weg. Damit war die zweite Top-Platzierung im zweiten Riesenslalom der Saison dahin.

Braathen und Ligety landen im Mittelfeld

Lucas Braathen (NOR), der den ersten Riesenslalom-Wettbewerb der Saison Mitte Oktober in Sölden gewinnen konnte, erwischte keinen guten Tag, landete nach einer Steigerung als Zwölfter (+1,86 sek) im Mittelfeld des Klassements. Auch Routinier Ted Ligety konnte mit der Weltspitze nicht mithalten. Der 36 Jahre alte US-Amerikaner verlor als 18. des ersten Durchgangs nach der zweiten Fahrt noch einmal einen Platz.

Kristoffersen nur 22.

Ganze 14 Positionen verlor Norwegens bester Techniker Henrik Kristoffersen, der in der Vorsaison den Riesenslalom-Weltcup für sich entscheiden konnte. Mit der schlechtesten Zeit aller Läufer im zweiten Durchgang wurde er bis auf Platz 22 durchgereicht. Zu wenig für die Ansprüche des 26 Jahre alten Riesenslalom-Weltmeisters.

Riesenslalom der Männer - der 2. Lauf aus Santa Caterina Sportschau 05.12.2020 21:07 Min. Verfügbar bis 05.12.2021 Das Erste

Kranjec dominiert ersten Durchgang

Mit Startnummer fünf war Kranjec auf die Piste gegangen, zeigte eine herausragende Fahrt mit tiefem Körperschwerpunkt und perfekten Schwüngen immer nah am Tor. Bei 1:04.34 Minuten stoppte die Zeitnahme. Die Belohnung für den Traumlauf waren 0,46 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Marco Odermatt. Weitere zwei Hundertstel dahinter folgt Alexis Pinturault aus Frankreich, der schlussendlich Fünfter wurde. Zubcic hatte zu diesem Zeitpunkt 0,69 sek Rückstand. Kristoffersen landete mit bereits über einer Sekunde Zeitverlust auf Kranjec auf Rang acht.

Riesenslalom der Männer - der 1. Lauf aus Santa Caterina Sportschau 05.12.2020 56:58 Min. Verfügbar bis 05.12.2021 Das Erste

Schmid und Luitz in den Top 15

Bei zunehmenden Schneefall zeigten zwei der drei DSV-Starter in Lauf eins ordentliche Leistungen, welche letztlich eine gute Ausgangsposition für das Finale zur Folge hatte. Schmid (Startnummer 18) reihte sich auf Rang neun ein. Sein Rückstand: 1,23 Sekunden. Drei Athleten später folgte Luitz, der 1:05.83 min für die 48 Tore benötigte. Der dritte Deutsche im Bunde, Julian Rauchfuss, hatte mit den immer schwieriger werdenden Bedingungen zu kämpfen und verpasst als 52. (+4,27 sek) das Finale deutlich.

Weiteres Rennen am Sonntag

Am Sonntag findet ein weiterer Riesenslalom auf der Piste in den italienischen Alpen statt. Startschuss für den ersten Durchgang ist wieder für 10.30 Uhr angesetzt.

rho | Stand: 05.12.2020, 14:23

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