Fords schwerer Sturz überschattet Riesenslalom in Adelboden

Tommy Ford wird im Hubschrauber abtransportiert

Weltcup in Adelboden

Fords schwerer Sturz überschattet Riesenslalom in Adelboden

Alexis Pinturault hat auch den zweiten Riesenslalom im schweizerischen Adelboden gewonnen. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz des US-Amerikaners Tommy Ford.

Auch beim zweiten Riesenslalom von Adelboden in der Schweiz kam es zu einem schweren Sturz. Der US-Amerikaner Tommy Ford verlor die Kontrolle über die Ski, überschlug sich und rutschte wenige Meter vor der Ziellinie in ein Fangnetz.

Er blieb bewusstlos liegen und wurde lange am Unfallort behandelt. Danach transportierten Helfer Ford mit einem Rettungsschlitten ab und verluden ihn in einen Rettungshubschrauber.

Der US-Skiverband twitterte danach, dass Ford bei der Aktion mit den Rettungskräften sprechen konnte. Er wurde in eine Klinik geflogen und sei bei Bewusstsein, hieß es. Weitere Details zu den Verletzungen bei dem 31-Jährigen wurden nicht bekannt. Das Rennen war eine halbe Stunde unterbrochen.

Am Freitag (08.01.2021) war der Norweger Lucas Braathen beim Überqueren der Ziellinie gestürzt und hatte sich dabei eine Bänderverletzung im Knie zugezogen. Der Sieger des Auftaktriesenslaloms in Sölden muss operiert werden und fällt monatelang aus.

Pinturault triumphiert erneut

Alexis Pinturault

Alexis Pinturault

Nach dem ersten Durchgang führte noch Loic Meillard. Der Schweizer hatte auf den Vortagessieger Alexis Pinturault 0,30 Sekunden Vorsprung. Doch im zweiten Lauf zeigte der Franzose eine fehlerfreie Fahrt - im Gegensatz zu Meillard. Nach einem Quersteller fiel der Schweizer noch hinter Filip Zubcic auf Platz drei zurück (+1,65 Sek.). Der zweitplatzierte Kroate kam mit einem Rückstand von 1,26 Sekunden auf den Führenden ins Ziel.

Schmid verpatzt zweiten Lauf

Nachdem sich Stefan Luitz im Training verletzt hat und damit für ihn sogar die WM-Teilnahme gefährdet ist, bleibt Alexander Schmid der einzige Deutsche, der vorne mitfahren kann. Nach seinem enttäuschenden 21. Rang am Vortag wollte der Allgäuer beim zweiten Riesenslalom in Adelboden "noch einmal angreifen."

Im ersten Lauf kam Schmid mit dem Chuenisbärgli diesmal besser zurecht und zeigte eine deutliche Steigerung. Als Elfter ging er in den zweiten Durchgang. Der 26-Jährige ging den Lauf aggressiv an, doch im Laufe seines Rennens bekam er zunehmend Probleme, die richtige Linie zu finden. Schmid fiel um elf Plätze auf den 22. Rang zurück (+3,75 Sek.). Julian Rauchfuss schaffte es nicht in den Finaldurchgang.

nho/dpa/sid | Stand: 09.01.2021, 14:34

Darstellung: