Französischer Doppelsieg bei erstem Riesenslalom

 Alexis Pinturault

Weltcupauftakt in Sölden

Französischer Doppelsieg bei erstem Riesenslalom

Von Nicole Hornischer

Den Sieg beim Weltcupauftakt in Sölden machten zwei Franzosen unter sich aus: Alexis Pinturault gewann den Riesenslalom vor seinem Landsmann Mathieu Faivre. Die DSV-Starter schafften es nicht unter die Top 15.

Rennen eins nach der Ära Marcel Hirscher: Als Top-Kandidaten auf die Nachfolge des Österreichers wurden einige Namen gehandelt: Hirschers ehemaliger Dauerrivale im Riesenslalom Henrik Kristoffersen, der Routinier Alexis Pinturault, der fünffache Junioren-Weltmeister Marco Odermatt, aber auch Stefan Luitz' Name tauchte auf.

Beim Saisonauftakt in Sölden wurde der Franzose Pinturault seiner Favoritenrolle gerecht. Der 28-Jährige legte zwei technisch saubere Fahrten hin. Der WM-Dritte von Are ging mit dem knappen Vorsprung von nur zwei Hundertstelsekunden auf seinen Landsmann Mathieu Faivre in den zweiten Lauf. "Mathieu war schon im Training immer sehr schnell. Das wird ein toller Fight im zweiten Durchgang", hatte Pinturault dem ORF prophezeit. Und so kam es auch: Im zweiten Lauf drehte Pinturault noch mal richtig auf und kam mit 0,54 Sekunden Vorsprung auf Faivre ins Ziel. Dritter wurde der Slowene Zan Kranjec (+0,63 Sek.)

Luitz fährt hinterher

Nach dem eher enttäuschenden 13. Platz von Viktoria Rebensburg am Vortag ruhten die Hoffnungen des DSV auf Stefan Luitz. Doch der Allgäuer, der im Sommer eine Schulter-Operation hatte, wollte zu viel und kam mit einem Rückstand von 1,83 Sekunden ins Ziel und wurde 16.. "Ich habe zu früh den Schwung angesetzt. Das ist bei diesem Schnee Gift. Im Steilhang ist es einfach noch eine Kopfsache", sagte Luitz. Sein Team-Kollege Alexander Schmid ging als 14. in den zweiten Lauf. Doch dort konnte er an die solide Fahrt des ersten Durchgangs nicht anknüpfen. Der 25-Jährige leistete sich einen groben Fahrfehler und rutschte auf den 27. Rang ab (+3,00 Sek.). Trotzdem kann er mit dem Ergebnis zufrieden sein: Schmid konnte wegen einer Virusinfektion erst spät mit der Vorbereitung im Schnee starten und hat noch Trainingsrückstand. Und der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier resümierte: "Die Zugpferde sind noch nicht so weit, wie wir uns das vorgestellt haben."

Fritz Dopfer und Weltcup-Debütant Bastian Meisen schafften es nicht in den zweiten Durchgang.

Stand: 27.10.2019, 14:12

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