Riesenslalom: Hirscher vorn - Luitz rutscht raus

Marcel Hirscher

Weltcup in Adelboden

Riesenslalom: Hirscher vorn - Luitz rutscht raus

Marcel Hirscher hat dank einer Energieleistung im zweiten Lauf den Riesenslalom im schweizerischen Adelboden gewonnen. Ein Fabellauf bescherte dem Österreicher seinen 66. Weltcupsieg. Stefan Luitz schied in aussichtsreicher Position aus.

Anders als in St. Anton, wo die Damen-Rennen des Wochenendes abgesagt wurden, trotzte man im Berner Oberland den Schneemassen und stellte den Athleten eine wettkampftaugliche Piste zur Verfügung. Wegen schlechter Sicht im oberen Teil startete der zweite Lauf aber erst mit 45 Minuten Verzögerung.

Auf der anspruchsvollen und steilen Piste zeigte Marcel Hirscher einmal mehr sein Können. Für den Chuenisbärgli benötigte der Österreicher insgesamt 2:26,54 Minuten. Sein Vorsprung auf seinen Dauerrivalen Henrik Kristoffersen (NOR), der nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, betrug 0,71 Sekunden. Dritter wurde der Franzose Thomas Fanara (+1,04 Sek.).

Luitz im zweiten Lauf raus - Schulter ausgekugelt

Zwei Tage nach dem Verlust seines ersten Weltcup-Sieges gab es den nächsten Rückschlag für Stefan Luitz. Als Vierter nach dem ersten Durchgang rutschte der 26-Jährige im Finale nach nur fünf Toren weg und konnte sich nicht im Kurs halten. Nach dem Patzer hielt sich der Allgäuer die Schulter, die er sich bei seinem Fast-Sturz nach einer ersten Diagnose auskugelte. Luitz wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Dort wurde ihm die Schulter unter Narkose wieder eingerenkt, zusätzliche Untersuchungen in der Schweiz und nach Luitz' Rückkehr in München sollen Aufschluss über etwaige weitere Blessuren geben. Erst dann wird klarer, ob und wie lange Luitz ausfällt. "Ich dachte immer, es geht nicht mehr schlechter. Aber es gibt jedes Mal doch noch eine Steigerung", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier zum anhaltenden Verletzungspech seiner Mannschaft.

Andere DSV-Starter nicht für den zweiten Lauf qualifiziert

Außer Luitz kam kein weiterer DSV-Starter in den zweiten Durchgang. Alexander Schmid, Fritz Dopfer, Benedikt Staubitzer, Linus Straßer und Julius Rauchfuß schafften es nicht in die Top-30. Felix Neureuther trat zum Riesenslalom nicht an. Der Partenkirchner will sich komplett auf den Slalom am Sonntag (13.1.19) konzentrieren, um in dieser Disziplin den letzten, noch fehlenden Schritt zurück in die Weltspitze zu machen.

Thema in B5 aktuell, 12.01.19, 15:54 Uhr

Stand: 12.01.2019, 15:15

Darstellung: