Luitz siegt sensationell bei Comeback-Rennen

Stefan Luitz bei seinem Sieg im Riesenslalom in Beaver Creek

Riesenslalom in Beaver Creek

Luitz siegt sensationell bei Comeback-Rennen

Was für ein Ritt von Stefan Luitz! Nach einem Jahr Verletzungspause ist der Deutsche gleich zum Sieg gefahren. Der Bayer düpierte im Riesenslalom auf der "Birds-of-Prey"-Piste die Favoriten Hirscher und Kristoffersen.

Luitz feierte damit gleich beim ersten Riesenslalom nach überstandenem Kreuzbandriss seinen ersten Weltcupsieg. Der Bayer triumphierte am Sonntag in Beaver Creek in den USA vor Marcel Hirscher (AUT). Dritter wurde überraschend der Schweizer Thomas Tumler.

Erster Weltcupsieg für Luitz

Stefan Luitz

Luitz hatte bereits nach dem ersten Lauf geführt und konnte die Führung im Finale verteidigen. Der 26-Jährige hatte auf der legendären "Birds-of-Prey"-Piste in Colorado 0,15 Sekunden auf den siebenfachen Weltcup-Gesamtsieger Marcel Hirscher und 0,17 Sekunden auf dessen ärgsten Rivalen Henrik Kristofersen herausgefahren.

Während Kristoffersen im Finale patzte und abrutschte, setzte sich Hirscher in gewohnter Manier im zweiten Lauf an die Spitze. Doch Luitz konnte kontern: Trotz eines Fahrfehlers und zwischenzeitlichen Abrutschens auf den zweiten Platz kam er am Ende 0,14 Sekunden vor Seriensieger Hirscher ins Ziel.

Luitz: "Es war so hart. Es fühlt sich so gut an"

Luitz gewinnt Riesenslalom von Beaver Creek

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"Es ist unglaublich. Ich bin so glücklich", jubelte Luitz noch im Ziel: "Ich habe mich nicht an der Konkurrenz orientiert sondern nur auf meine Ski geschaut. Im Finale hatte ich dann ein paar richtig große Fehler drin. Aber es hat gereicht. Es war so hart. Er fühlt sich so gut an." Ein großes Lob und viel Annerkennung gab es von Konkurrent Hirscher: "Zwei kleine Rutscher im Zielhang waren nicht lässig. Dem Kämpfer Stefan ist der Sieg von Herzen zu gönnen, was der schon alles durchgemacht hat", sagte der Österreicher im ORF.

Elf Monate Pause nach schwerer Verletzung

Luitz hatte sich im Dezember 2017 bei einem Slalom in Alta Badia einen Kreuzbandriss zugezogen. Erst vor zwei Wochen feierte er sein Weltcup-Comeback. Beim Slalom im finnischen Levi schaffte er es aber nicht ins Finale der besten 30.

Schweizer Tumler mit Fabellauf von 21 aufs Podest

Eine Riesen-Aufholjagd im Finale von Beaver Creek legte der Schweizer Thomas Tumler in den Schnee. Der 29-Jährige, der im ersten Lauf mit Startnummer 48 ins Rennen ging, qualifizierte sich als 21. für das Finale. Und dort legte er einen Fabellauf hin. Reihenweise bissen sich die Konkurrenten die Zähne aus, mit Rang drei fuhr Tumler letztlich das beste Ergebnis seiner Karriere ein. Erst Hirscher knackte die Zeit des Schweizers.

Dopfer und Schmid sammeln Weltcuppunkte

Neben Luitz hatten es aus dem deutschen Team noch Fritz Dopfer und Alexander Schmid ins Finale geschafft. Dopfer ging mit Startnummer 25 ins Rennen und lag nach dem ersten Lauf auf dem elften Rang. Im Finale verteidigte er den Platz bis in den Mittelteil der Strecke. Dort rutschte er und verlor den Rhythmus. Er fiel um 15 Plätze zurück und beendete das Rennen als 24. Auch Alexander Schmid, 16. nach dem ersten Durchgang, sammelte Weltcuppunkte. Der 24-Jährige wurde bei seinem 14. Weltcupstart am Ende 17. Benedikt Staubitzer verpasste den Finallauf als 35.

Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 2.12.2018, 19.40 Uhr

rho/dh | Stand: 02.12.2018, 21:39

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