Hirscher zeigt einmal mehr seine ganze Klasse

Hirscher gewinnt Parallel-Riesenslalom - Luitz guter Fünfter Tagesschau 18.12.2018 01:01 Min. Verfügbar bis 18.12.2019 Tagesschau24

Parallel-Riesenslalom in Alta Badia

Hirscher zeigt einmal mehr seine ganze Klasse

Einmal mehr heißt der Sieger Marcel Hirscher. Der Österreicher zeigte im Parallel-Riesenslalom im italienischen Alta Badia seine ganze Klasse und feierte seinen 62. Weltcup-Sieg. Stefan Luitz wurde Fünfter.

Mann gegen Mann hieß es beim Parallel-Riesenslalom von Alta Badia. Auf der 350 Meter langen Strecke war einer nicht zu schlagen: Marcel Hirscher. Dieser feierte den 62. Weltcup-Erfolg seiner Karriere und egalisierte die Österreich-Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll. Mehr Rennen haben nur Ingemar Stenmark (86) und Lindsey Vonn (82) gewonnen. Überraschender Zweiter in Alta Badia wurde Thibaut Favrot aus Frankreich vor Landsmann Alexis Pinturault.

Luitz mit Achtungserfolg

Stefan Luitz war der einzige deutsche Starter. In der ersten Runde setzte er sich gegen den Österreicher Marcel Schwarz durch, im Achtelfinale besiegte er den Schweizer Thomas Tumler. Doch im Viertelfinale war dann Schluss. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,08 Sekunden gewann Marcel Hirscher das Duell. "Der Kampf gegen den Marcel, Mann gegen Mann, der hat mir geholfen", sagte der 26-Jährige. Nach der Niederlage gegen den späteren Sieger gewann Luitz seine Platzierungsläufe gegen Gröden-Abfahrtssieger Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) und Gino Caviezel (Schweiz) und belegte einen guten fünften Platz.

"Man hat gemerkt, dass er von Fahrt zu Fahrt besser wurde und wieder eine gewisse Lockerheit und Stabilität beim Skifahren gewonnen hat", betonte Alpin-Direktor Wolfgang Meier. Am Sonntag (16.12.2018) hatte Luitz als 20. des Riesenslaloms noch enttäuscht und war danach extrem angefressen. Das schwebende Verfahren um eine unerlaubte Sauerstoff-Inhalation Anfang des Monats hemmte ihn deutlich.

Sauerstoff-Affäre: DSV will Frist bis nach Weihnachten ausnutzen

Und was die Sauerstoff-Affäre anbelangt, wird der Deutsche Skiverband mit seiner Stellungnahme an den Skiweltverband wohl bis zum Ende der Frist am 26. Dezember warten. Das sagte Maier am Rande der Weltcup-Rennen in Alta Badia. Maier begründete das mit den anstehenden Rennen in Saalbach-Hinterglemm und Madonna di Campiglio und der notwendigen Abstimmung mit den Juristen. 

Luitz droht die nachträgliche Disqualifikation vom Riesenslalom in Beaver Creek, weil er bei seinem ersten Sieg im Weltcup zwischen den Durchgängen verbotenerweise Sauerstoff inhalierte und damit gegen eine Anti-Doping-Regel des Skiweltverbandes FIS verstieß. Die Entscheidung über die Strafe ist noch nicht endgültig. Der DSV muss innerhalb der Frist entweder zustimmen oder eine Stellungnahme abgeben. Dann käme es zu einer Anhörung. 

nho/dpa/sid | Stand: 17.12.2018, 19:50

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