Norweger Kilde gewinnt Gröden-Klassiker, Schweizer Gisin stürzt schwer

Alpiner Ski-Weltcup

Norweger Kilde gewinnt Gröden-Klassiker, Schweizer Gisin stürzt schwer

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde hat den Abfahrtsklassiker in Gröden auf der "Saslong" gewonnen. Josef Ferstl verpasste knapp die Top Ten. Überschattet wurde das Rennen aber von einem schweren Sturz des Schweizers Marc Gisin.

Gisin stürzte nach rund der Hälfte der Abfahrt schwer auf den "Kamelbuckeln", schlug mit dem Kopf auf und blieb bewusstlos liegen. Das Rennen wurde fast eine halbe Stunde unterbrochen, Gisin wurde von der Piste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach übereinstimmenden Informationen war Gisin im Hubschrauber wieder bei Bewusstsein und sein Zustand stabil. Gisin trug offenbar keinen Ski-Airbag. Der Schweizer ist der Bruder der Olympiasiegerinnen Dominique und Michelle Gisin. Bereits im Januar 2015 war Gisin beim Super-G von Kitzbühel schwer gestürzt und hatte sich ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen.

Zweiter Abfahrtssieg für Aleksander Aamodt Kilde

In den Hintergrund trat da schon die starke sportliche Leistung des Siegers Aleksander Aamodt Kilde. Mit der Startnummer sechs zelebrierte er von Start bis Ziel den perfekten Lauf auf der "Saslong", auf der seit 1969 Weltcuprennen ausgetragen werden. In 1:56,13 Minuten distanzierte er den zweitplatzierten Österreicher Max Franz (+0,86 Hundertstel) und den Schweizer Beat Feuz (+0,92) deutlich. Für Kilde war es der zweite Abfahrtssieg der Karriere.

Von den Startern, die nach dem Sturz von Gisin (Startnummer 18), noch ins Rennen gingen, konnte sich nur noch der Norweger Aksel Lund Svindal (+1,08) und der US-Amerikaner Travis Ganong (+1,05) in die Nähe der Podestplätze schieben. Alle anderen Fahrer gingen sichtlich vorsichtig ins Rennen.

Ferstl als 12. bester DSV-Fahrer - Vier Deutsche holen Weltcuppunkte

So auch Josef Ferstl mit der Startnummer 22. Der Bayer, der im Vorjahr den Super-G in Gröden gewonnen hatte und am Freitag (14.12.18) noch starker Sechster war, landete diesmal mit 1,33 Sekunden Rückstand auf Platz zwölf. Das ist sein bestes Abfahrtergebnis seit drei Jahren. Andreas Sander kam mit 1,77 Sekunden Rückstand ins Ziel und beendete das Rennen als 19.. Erfreulich auch das Abschneiden von Manuel Schmid (+ 1,91 Sek.) und Dominik Schwaiger (+ 1,98), die als 20. und 21. noch Weltcuppunkte holten. Lediglich Klaus Brandner (+ 3,82) verpasste dagegen den Sprung unter die besten 30.

Thema in: B5 Sport, 15.12.2018, 13.54 Uhr

red | Stand: 15.12.2018, 13:37

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