Neureuthers Comeback und Luitz' Bangen

Felix Neureuther

Ski Alpin

Neureuthers Comeback und Luitz' Bangen

Am Samstag (08.12.18) will Felix Neureuther endlich wieder sportlich auf sich aufmerksam machen. Dann kehrt der 34-Jährige beim Riesenslalom in Val d'Isere in den Weltcup zurück, nach über einjähriger Pause und zwei gescheiterten Comeback-Versuchen. Sind aller guten Dinge drei?

"Nachdem in Sölden das Wetter meinem Comeback im Weg stand und in Levi der Daumen sein Veto einlegte, hoffe ich nun, dass Versuch Nummer drei klappt und ich endlich einsteigen kann", sagte der beste deutsche Skifahrer.

Bangen bei Stefan Luitz

Für Stefan Luitz hingegen begann das Wettkampf-Wochenende mit einer Botschaft, die keiner braucht: Wegen eines möglichen Reglement-Verstoßes könnte dem Allgäuer sein erster Weltcup-Sieg aberkannt werden. Die DSV-Athleten um Luitz waren vor dem Riesenslalom am vergangenen Sonntag (02.12.18) in Beaver Creek (USA) mit Sauerstoff versorgt worden. Dies gilt laut Code der Welt-Doping-Agentur WADA seit 1. Januar 2018 nicht als Doping. "Und danach haben wir uns gerichtet", sagte Maier. Die Richtlinie der WADA widerspricht aber offenbar der Wettkampfordnung der FIS. Die Untersuchung läuft, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Solange besteht bei Luitz Hoffnung, dass er möglicherweise mit einer Verwarnung davonkommt. Ursprünglich hatte sich Luitz auf das Rennen in Val d'Isère gefreut: Die "Face de Bellevarde" ist seine Lieblingspiste. Schon drei Mal stand er dort auf dem "Stockerl", in diesem Jahr rechnet sich der 25-Jährige dort wieder etwas aus.

Prinzip Hoffnung - auch bei Neureuther

Auch Felix Neureuther hofft. Hoffen deshalb, weil letzte Zweifel bestehen. Eine Spezialschiene soll die rechte Hand schützen, in der sich Neureuther Mitte November den Mittelhandknochen am Daumen gebrochen hatte. "Die Schiene hilft mir gerade beim Riesenslalom sehr", sagte er, "Stand heute kann ich damit Rennen fahren." In seiner Spezialdisziplin Slalom sei die Lage jedoch "etwas schwieriger". Slalom, das hat in der Weltspitze immer auch etwas mit Boxen zu tun. Neureuther sucht daher noch "Wege und Techniken", die es ihm ermöglichen, die Stangen wie gewohnt (ab 9.30 Uhr im Live-Ticker) aus dem Weg zu räumen. "Ob es mir gelingt, bis zum Rennen ein konkurrenzfähiges System zu finden, lässt sich leider noch nicht sagen", meinte er.

Frauen in St. Moritz

Winterlandschaft im schweizerischen St. Moritz

Während die Männer in Frankreich weilen, gehen die Frauen im schweizerischen St. Moritz an den Start. Im Super-G werden sechs DSV-Athletinnen vertreten sein, im Parallelslalom drei. "Unser Speedteam hat sich zum Auftakt gut präsentiert - allen voran Viktoria Rebensburg und Kira Weidle, die beide aufs Podest fahren konnten," sagte Jürgen Galler, der Bundestrainer der Frauen, zuversichtlich, "wir arbeiten nun daran, dass es auch den anderen Damen gelingt, ihre Trainingsleistungen im Rennen abzurufen." Die angesprochene Rebensburg mag das Engadin und St. Moritz im Besonderen, und auch Kira Weidle kommt nach ihrem Podestplatz mit viel Selbstvertrauen in die Schweiz: "Ich möchte das Rennen in St. Moritz nutzen, um auch im Super-G einen Schritt nach vorne zu machen."

jo, mit sid und dpa | Stand: 07.12.2018, 14:40

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