Neureuther gibt Slalom-Comeback trotz Gehirnerschütterung

Felix Neureuther

Nachholrennen in Saalbach-Hinterglemm

Neureuther gibt Slalom-Comeback trotz Gehirnerschütterung

Felix Neureuther hat sich jüngst bei einem Trainingssturz eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen und deshalb auf den Riesenslalom am Sonntag in Alta Badia verzichtet. Beim Slalom in Saalbach-Hinterglemm will der Partenkirchner trotzdem starten.

Der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte einen entsprechenden Bericht der österreichischen "Kronen Zeitung". Der 34-Jährige hatte am vorigen Wochenende beim Riesenslalom in Val d'Isère sein Comeback im Weltcup gegeben. Tags darauf kam er im Training nach einem Torfehler zu Sturz, überschlug sich und klagte danach über Kopfschmerzen. Ein Arzt diagnostizierte eine leichte Gehirnerschütterung und verordnete ein paar Tage Pause. Entgegen des Berichts war Neureuther aber nicht bewusstlos. "Ich war nicht bewusstlos", beteuerte er gewohnt lässig, "ich habe ein bisschen mit dem linken Auge nach rechts und dem rechten Auge nach links geschaut. Ich war ein bisschen benommen."

Neureuther verzichtet auf Riesenslalom

Der deutsche Rekordsieger im Weltcup konnte dennoch einige Tage nicht trainieren und wird deshalb auch auf einen Start beim Riesenslalom in Saalbach-Hinterglemm am Mittwoch (10.00 Uhr/13.00 Uhr/BR Fernsehen) verzichten. "So, wie das im Riesenslalom in Val d'Isere war, macht das keinen Sinn", sagte Cheftrainer Mathias Berthold angesichts der Probleme, die sich aufgrund der Schiene auftaten, die Neureuther nach einem Daumenbruch trägt. Neureuther wurde "nur" 21.. "Wir fahren ja mit", ergänzte er, "um ganz vorne mitzufahren, und nicht, um irgendwo zwischen 15 und 20 zu sein. Das sind nicht seine Ansprüche und natürlich auch nicht unsere."

Neureuther will nach seinem Comeback schließlich nach wie vor mindestens ums Podest mitfahren, vor allem im Slalom. Am Donnerstag (10.00 Uhr/13.00 Uhr/BR Fernsehen) wird er nun den vierten Versuch unternehmen, im Weltcup wieder Fuß zu fassen nach seinem Kreuzbandriss, den er Ende November 2017 erlitten hatte.

Damen gehen in Gröden an den Start

Bei den Damen steht schon am Dienstag (12.30 Uhr/BR Fernsehen) eine Abfahrt in Gröden an. Für das erstmals im Weltcup ausgetragene Damen-Rennen nominierte der DSV vier Starterinnen. Nicht dazu gehört Viktoria Rebensburg, die am Mittwoch im Super-G (11.25 Uhr/ BR Fernsehen) auf der Saslong fahren will und am Freitag im Riesenslalom von Courchevel antritt.

sid/dpa/br | Stand: 17.12.2018, 14:24

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