Vlhová dreht den Spieß um - Geiger starke Sechste

Petra Vlhova in Flachau

Nachtslalom in Flachau

Vlhová dreht den Spieß um - Geiger starke Sechste

Mikaela Shiffrin ist geschlagen. Im Nachtslalom in Flachau drehte die "ewige Zweite" Petra Vlhová den Spieß um und siegte vor der US-Amerikanerin. Christina Geiger fuhr als beste Deutsche auf Platz sechs.

Nach fast einem Jahr hat die überragende Skiläuferin dieses Winters mal wieder einen regulären Weltcup-Slalom verloren. Shiffrin (USA) musste sich vor mehr als 13.000 Zuschauern ihrer Dauerkonkurrentin Vlhová (Slowakei) beugen, die in diesem Winter bisher ein Abonnement auf den zweiten Platz hatte. Im Finaldurchgang fuhr Vlhova, die an Neujahr schon beim City-Event in Oslo triumphiert hatte, auf dem schon sehr ausgefahrenen Kurs Laufbestzeit und nahm Shiffrin 46 Hundertstel Sekunden ab. Das reichte zum Sieg. Dritte wurde die Österreicherin Katharina Liensberger (+1,17), nachdem die Schwedin Anna Swenn Larsson wegen eines Einfädlers nachträglich disqualifiziert wurde.

Vlhova: "Ein wahnsinniger Tag!"

"Das war sehr emotional. Ich habe sie endlich besiegt", sagte Vlhová im ORF. "Ein wahnsinniger Tag, dabei hatte ich im Ziel das Gefühl, dass der Lauf schlecht war." Shiffrin habe in den letzten Wochen noch mehr aus ihr herausgekitzelt. "Sie ist in großartiger Form, aber heute war ich die schnellste. Das ist ein sehr wichtiger Sieg für mich."

Ski alpin - Geiger überzeugt bei Vlhová-Sieg Morgenmagazin 09.01.2019 01:34 Min. Verfügbar bis 09.01.2020 Das Erste

Geiger bestätigt mit Platz sechs ihre gute Form

Christina Geiger (Oberstdorf), die zuletzt mit einem fünften Platz in Zagreb aufhorchen ließ bestätigte auch in Flachau mit zwei beherzten Läufen ihre derzeit gute Form. Mit Startnummer 14 war im ersten Durchgang wohl nicht mehr drin als der neunte Platz. Im zweiten Lauf fuhr sie dann noch einmal voll auf Angriff. Trotz einiger Fehler ließ sie die Schweizerin Michelle Gisin noch hinter sich, und weil Bernadette Schild sowie später Larsson ausschieden, reichte es im Endklassement zu einem starken sechsten Rang.

Dürr holt Weltcuppunkte - Enttäuschung bei Hilzinger und Schmotz

Lena Dürr (Germering) konnte sich als 15. souverän für den Finaldurchgang qualifizieren. Dort war sie dann etwas zu verkrampft unterwegs, ließ ihre Skier nicht richtig laufen und hielt diesen Platz nur dank einiger Ausfälle. Es wird ihr egal sein, denn immerhin: Nach den letzten Enttäuschungen zeigte sie einen leichten Aufwärtstrend und holte endlich mal wieder ein paar Weltcuppunkte.

Jessica Hilzinger (Oberstdorf) und Marlene Schmotz (Leitzachtal) hatten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert. Beide waren allerdings auch mit den sehr hohen Startnummern 52 und 55 ins Rennen gegangen und hatten auf der inzwischen doch arg ramponierten Piste keine reelle Chance, in die Punkte zu fahren.

Thema in: B5 aktuell, 08.01., ab 21.54 Uhr

wp | Stand: 08.01.2019, 21:58

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