Chaos-Rennen neu bewertet - Schweizerinnen rutschen vom Podest

Lara Gut-Behrami und Joana Hählen haben sich zu viel gefreut, Sofia Goggia bleibt aber die Siegerin.

Abfahrt in Crans-Montana

Chaos-Rennen neu bewertet - Schweizerinnen rutschen vom Podest

Drei Tage nach dem Zeitmessungschaos in der Frauen-Ski-Abfahrt von Crans-Montana sind die Zeiten noch einmal korrigiert worden. Leidtragende sind zwei Schweizerinnen: Das Duo purzelte vom Podest.

Die bisher zweitplatzierte Joana Hählen verliert ihren ersten Weltcup-Podestplatz und rutscht auf Rang vier ab. Lara Gut-Behrami, bisher Dritte, wird in der Rangliste des Rennens neu als Sechste geführt. Hinter der Siegerin Sofia Goggia aus Italien liegen jetzt die Österreicherin Nicole Schmidhofer und Corinne Suter (Schweiz) auf dem Podest.

Dass vom Ski-Weltverband korrigierte Schlussklassement hat auch Auswirkungen für die deutsche Starterin Kira Weidle. Die Stuttgarterin klettert von Platz 14 auf Platz 13.

Chaosrennen ohne Zeiten

Bereits am Samstag (23.02.2019) waren die Ergebnisse der Abfahrt erst Stunden nach dem Ende des Rennens offiziell verkündet worden. Demnach hatte die Italienerin Sofia Goggia das Rennen vor Hählen und Gut-Behrami gewonnen. Die Österreicher akzeptierten dies nicht und waren der Meinung, dass Schmidhofer schneller war als die beiden Schweizerinnen. Sie hatten sich offenbar nicht getäuscht.

Zeit per Hand gemessen

Während des Rennens hatte es massive Probleme mit der Zeitmessung gegeben. Die Zeit stoppte einfach nicht, als die Athletinnen über die Ziellinie fuhren. Der Weltverband macht die falsche Positionierung von Fotozellen im Zielbereich für den Messfehler verantwortlich. Weil das Schneeniveau stetig abgenommen habe, sei die elektronische Zeitmessung nicht mehr voll funktionstüchtig gewesen. Die Zeit musste manuell per Hand gemessen werden.

Chaosrennen ohne Zeiten - Irritationen in Crans Montana Sportschau 24.02.2019 01:56 Min. Verfügbar bis 24.02.2020 Das Erste

sst/dpa | Stand: 26.02.2019, 13:22

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