Der DSV startet ohne große Namen in die Saison

Stefan Luitz (l.) und Alexander Schmid

Ski-Weltcup in Sölden

Der DSV startet ohne große Namen in die Saison

Von Margot Lamparter

Nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg geht das DSV-Team mit Lena Dürr, Stefan Luitz und Alexander Schmid an der Spitze in den ersten alpinen Weltcup am Wochenende in Sölden. Für die jungen Sportler bietet sich jetzt "die Chance, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten", sagt DSV-Alpinchef Maier.

Der Deutsche Skiverband (DSV) nominierte neben den drei erfahrenen Athleten noch Jessica Hilzinger, Andrea Filser, Lisa Loipetssperger und Fabian Gratz für den traditionellen Auftakt auf dem Rettenbachgletscher.

Die ersten Rennen sind für DSV-Alpinchef Wolfgang Maier nicht nur sportlich der erste Gradmesser für die Saison: "Neben dem sportlichen Aspekt wird Sölden ein wichtiger Testlauf für den kommenden Winter sein. Wir wollen und müssen zum Auftakt demonstrieren, dass Hochleistungssport im Schnee unter den gegebenen Umständen und Auflagen in der Saison 2020/2021 stattfinden kann."

Suche nach neuen Leistungsträgern

Wolfgang Maier

Wolfgang Maier

Zudem muss sich der DSV neu aufstellen, denn mit Christina Ackermann, Veronique Hronek, Fritz Dopfer, Dominik Stehle, Benedikt Staubitzer und Klaus Brandner "haben viele Leistungsträger ihre aktiven Karrieren beendet." Dazu kam auch noch das Karriereende von Viktoria Rebensburg: "Überraschend kam für uns alle der Rücktritt von Viktoria Rebensburg. Auch wenn sich Viktoria, wie die oben genannten Aktiven auch bereits im Herbst ihrer Karrieren befanden und die Entschlüsse daher auch nachvollziehbar sind", erklärt Maier.

Luitz und Schmid wollen in die Spitzengruppe

Beim "Neuanfang" will auf jeden Fall Stefan Luitz ganz vorne mit dabei sein: "Es sind viele Fahrer in den Top-15, die sehr schnell Riesenslalom fahren können. Aber uns darf man auch nicht unterschätzen." Der 28-Jährige hat beim Riesenslalom in Beaver Creek 2018 seinen ersten Weltcup-Sieg eingefahren und will endlich nachlegen: "Ich glaube, dass es wieder eine spannende Saison wird, mit vielen verschiedenen Podesten. Und dann hoffen wir mal, dass die deutsche Fahne auch das ein oder andere Mal vorne mit dabei ist."

Auch Alexander Schmid hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt: "Meine konkreten Ziele sind es, mehr Top-Ten-Platzierungen zu erreichen und am Ende der Saison in den Top-15 zu stehen". Teamkollegin Lena Dürr hält den Ball noch flach. Sie fühlt sich jetzt "bereit für die Saison" und freut sich: "Auch, wenn in diesem Jahr keine Zuschauer dabei sein können - was ich sehr schade finde - ist es trotzdem toll, endlich wieder Rennen fahren zu dürfen."

Platz für die Leistungsträger der Zukunft

Auf der Weltcup-Bühne ist jetzt Platz für die Leistungsträger der Zukunft. "Unseren jungen Sportlern bietet sich nun die Chance, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten. Das Potenzial in den Mannschaften ist vorhanden", glaubt Maier. Jetzt wolle man "die nächsten beiden Saisons nutzen, um die notwendigen Schritte auf dem Weg in die Weltspitze zu gehen."

Wolfgang Maier: "Neue Generation muss nicht Ski-Alpin-Deutschland retten" Sportschau 16.10.2020 00:42 Min. Verfügbar bis 16.10.2021 Das Erste

Loipetssperger (20) gibt in Sölden ihr Weltcup-Debüt. "Einen der vier Plätze in der internen Qualifikation eingefahren zu haben, finde ich richtig cool", so die 20-Jährige zum Start im Weltcupzirkus. Teamkollege Fabian Gratz steht vor dem zweiten Start auf der Spitzen-Ebene. Der 23-Jährige will sich "selbst keinen Druck machen, sondern das zeigen, was ich kann. Mein Ziel ist es, am Ende sagen zu können: Ich habe heute das Maximale rausgeholt."

red/ds | Stand: 13.10.2020, 10:44

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