FIS sorgt für Verwirrung um Luitz-Sieg

Stefan Luitz

Sauerstoff-Affäre

FIS sorgt für Verwirrung um Luitz-Sieg

Die Unsicherheit um Skirennfahrer Stefan Luitz und seinen Sieg im Riesenslalom von Beaver Creek geht weiter. Kurz nachdem das Anti-Doping-Panel des Weltverbandes FIS eine Disqualifikation empfohlen hatte, äußerte sich FIS-Generalsekretärin.

Nach Ansicht von FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis hat Luitz durch das Einatmen von zusätzlichem Sauerstoff bei seinem ersten Weltcup-Sieg nicht gedopt. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, erklärte Lewis am Freitag in Gröden, es sei kein Doping gewesen, sondern "ein Verstoß gegen das Reglement". Auf den Einwand, es sei ein Verstoß gegen das Anti-Doping-Reglement, sagte sie: "Es ist ein Verstoß gegen das Reglement. Das ist es."

Weltverband empfiehlt Disqualifikation

Wenige Stunden zuvor  war bekannt geworden, dass die FIS Luitz disqualifizieren will. Der Deutsche Ski Verband (DSV) bestätigte, eine entsprechende E-Mail von der FIS erhalten zu haben. Luitz hat bis zum 26. Dezember Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. "Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder, wir akzeptieren, oder wir erheben Einspruch", sagte Alpindirektor Wolfgang Maier am Rande des Weltcups in Gröden.

Bevor der DSV dazu eine Entscheidung trifft, will er sich laut Maier das Schreiben der FIS ins Deutsche übersetzen lassen. "Dann werden wir mit Stefan zusammen entscheiden, was wir tun."

Maier: "Das ist untragbar!"

Ski-Alpin-Bundestrainer Wolfgang Maier

Dass der Verband und Luitz einen Fehler gemacht haben, räumt Wolfgang Maier ein. Denn der DSV hatte übersehen, dass die FIS ihre Regeln nicht dem Wada-Code angepasst hat. Allerdings ist es für Maier wichtig, dass die FIS bei Stefan Luitz nicht von einem Dopingfall sprechen dürfe. "Sonst gehe ich bis zum CAS!", drohte der Alpindirektor mit dem Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof. Ein Athlet dürfe nicht wegen Dopings für ein Mittel verurteilt werden, für das es keine Kontrolle gebe. "Das ist untragbar", so Maier.

Sauerstoff-Einnahme von Wada erlaubt

Bei seinem Sieg im Riesenslalom von Beaver Creek hatte Stefan Luitz vor dem Finale Sauerstoff inhaliert. Das verstößt gegen die Regeln der FIS, die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) erlaubt das Vorgehen aber seit dem 1. Januar. Danach habe sich auch der Verband gerichtet, sagte Maier. Experten halten es für fraglich, ob dieser Gebrauch von Sauerstoff sich leistungssteigernd auswirkt.

dpa | Stand: 14.12.2018, 14:31

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