Ledecka gelingt Abfahrtscoup, Rebensburg knapp am Podest vorbei

Ledecka gewinnt Abfahrt in Lake Louise - Rebensburg Vierte Sportschau 07.12.2019 00:48 Min. Verfügbar bis 07.12.2020 Das Erste

Ski-Weltcup in Lake Louise

Ledecka gelingt Abfahrtscoup, Rebensburg knapp am Podest vorbei

Ester Ledecka hat überraschend die Abfahrt im kanadischen Lake Louise gewonnen. Für die Tschechin, eigentlich Snowboarderin, war es der erste Weltcupsieg überhaupt. Viktoria Rebensburg verpasste das Podest knapp.

Ledecka ist eine sehr erfolgreiche Snowboardfahrerin. Dort wurde sie bislang zweimal Weltmeisterin und gewann zweimal die Weltcup-Gesamtwertung der Parallelrennen. Doch auch im alpinen Skisport ließ die Tschechin schon aufhorchen: Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang holte sie sensationell die Goldmedaille im Super-G.

Im Ski-alpin-Weltcup waren ihre Ergebnisse bisher aber durchwachsen. Drei Mal in den Top Ten, noch nie auf dem Podest. Diesmal gelang ihr der erste Weltcupsieg und damit ein echter Coup. "Ein großartiges Gefühl", sagte die 24-Jährige. Es ist der erste Abfahrtssieg überhaupt für eine Rennläuferin aus Tschechien.

Starker Schneefall in Lake Louise

Mit einer Stunde Verspätung starteten die Abfahrerinnen in die neue Saison. Grund für die Verzögerung war starker Schneefall im kanadischen Lake Louise. Wegen des vielen Neuschnees wurde der Start nach unten verlegt, die Abfahrt verkürzt.

Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) war mit der Nummer eins unterwegs. Die 30-Jährige kam mit den Bedingungen gut zurecht und setzte mit ihrer Zeit ein erstes Ausrufezeichen. "Die Verhältnisse waren nicht ganz einfach, aber die Strecke liegt mir schon ganz gut. Ich habe das Maximum rausgeholt, ich bin mit meiner Fahrt wirklich zufrieden, bin am Limit gefahren und habe die Dinge umgesetzt, die ich mir vorgenommen habe", sagte die Bayerin im Ziel.

Die Fahrerinnen nach ihr hatten Probleme mit der Piste - vor allem die vielen Schläge und Bodenwellen machten ihnen zu schaffen.

Erst Venier, dann Suter

Erst die Österreicherin Stephanie Venier mit Startnummer sieben knackte die Bestzeit: Im Ziel hatte die Österreicherin 0,21 Sekunden Vorsprung vor Rebensburg, die vor zwei Jahren in Lake Louise Zweite war.

Doch dann kam Corinne Suter. Die Schweizerin profitierte von besser werdenden Sichtverhältnissen. Suter zeigte eine aggressive Fahrt und übernahm mit 0,10 Sekunden Vorsprung die Führung - bis Ester Ledecka mit Startnummer 26 ins Rennen ging und mit 0,35 Sekunden Vorsprung für den Überraschungssieg sorgte.

Weidle unter den Top Ten

Kira Weidle (SC Starnberg) feierte in Lake Louise in der letzten Saison ihren Durchbruch: Die Starnbergerin wurde damals in der Abfahrt Dritte - ihr erster Podestplatz. Auch diesmal war sie gut unterwegs landete auf Rang acht (+0,82 Sekunden). "Absolut zufrieden mit der Platzierung, ich bin happy", sagte sie nach dem Rennen.

Michaela Wenig (SC Lenggries), letzte Saison Fünfte in der Abfahrt in Gröden, kam nicht so gut mit der Strecke zurecht und war weit entfernt von der Ideallinie. Die Bayerin landete auf dem 23. Platz (+2,08 Sek.).

Patrizia Dorsch (SC Schellenberg), Katrin Hirtl-Stanggassinger (WSV Königssee) und Veronique Hronek (SV Unterwössen) schafften es nicht unter die besten 30. Allerdings mussten alle drei lange auf ihren Start warten nach dem Sturz der US-Amerikanerin A.J. Hurt.

Schwerer Sturz von Hurt

Hurt kam mit Startnummer 41 schwer zu Sturz. Die US-Amerikanerin musste mit einem Hubschrauber abtransportiert werden. Im Krankenhaus von Calgary sollte sie weiter untersucht werden. Einen Tag nach dem Rennen gab der US-Skiverband Entwarnung: Hurt sei "OK", verzichtet allerdings wegen weiterführender Knie-Untersuchungen auf die zweite Abfahrt.

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nho/dpa/sid | Stand: 07.12.2019, 17:36

Ski Alpin | Weltcupstand Damen

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