Shiffrin schreibt Ski-Geschichte - Rebensburg Dritte

Mikaela Shiffrin

Lake Louise

Shiffrin schreibt Ski-Geschichte - Rebensburg Dritte

Mikaela Shiffrin hat überlegen den Super-G im kanadischen Lake Louise gewonnen. Damit siegte die erst 23 Jahre alte US-Amerikanerin in allen alpinen Weltcup-Disziplinen mindestens einmal. Viktoria Rebensburg schaffte am Sonntag (02.12.18) ihr bestes Weltcup-Ergebnis dieser Saison.

Nicht nur der Sieg der Technik-Spezialistin Shiffrin in der Speed-Disziplin Super-G war überraschend, sondern auch die Art und Weise, wie sie ihn herausfuhr. Konsequent und bedingungslos raste sie die East-Summit-Piste hinunter und pulverisierte die Zeit der bis dahin führenden Rebensburg um 83 Hundertstel.

Mit Startnummer 19 schnappte die Norwegerin Ragnhild Mowinckel der Oberbayerin den zweiten Platz noch weg - mit einem Vorsprung von sechs Hundertstel vor Rebensburg, die ihren dritten Platz wiederum nur um eine Hundertstel vor der Österreicherin Ramona Siebenhofer verteidigte. Mit Shiffrin, Mowinckel und Rebensburg standen gleich drei Läuferinnen auf dem Podest, deren Stärken eigentlich in den technischen Disziplinen liegen.

Neuer Meilenstein durch Shiffrin

Mit ihrem Super-G-Triumph hat Shiffrin nun die komplette Sammlung von Weltcup-Siegen in allen alpinen Disziplinen. Auf dem Konto der erst 23-Jährigen stehen 34 Slalom-, 6 Riesenslalom-, 3 Parallelrennen-, 1 Kombinations-, 1 Abfahrt- und nun auch 1 Super-G-Sieg. Insgesamt sind das 46 Weltcup-Erfolge, damit verbesserte sie sich auf den fünften Platz der ewigen Bestenliste. Shiffrin ist die siebte Athletin, der das Kunststück gelang, in allen alpinen Disziplinen zu gewinnen.

"Ich war einfach aggressiver als die anderen. Ich habe machen können, was ich wollte, es hat sich einfach gut angefühlt. In allen Disziplinen zu gewinnen, war eines der Ziele, seit ich Weltcup-Rennen fahre, ein unglaublicher Moment", sagte sie im ORF. In dieser Form dürfte ihr auch der erneute Gesamtweltcup-Sieg nicht zu nehmen sein.

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Rebensburg: "Ich wusste, ich habe es drauf"

Mit Startnummer 1 erwischte Rebensburg zwar kein perfektes Rennen, sie schüttelte im Ziel den Kopf über ihre Leistung. Doch so schlecht konnte sie nicht gewesen sein, wenn es zum dritten Platz reichte. Im Interview im ORF gab sie sich schon wieder versöhnter: "In der Abfahrt habe ich kein Gefühl gefunden, aber im Super-G wusste ich: Ich habe es drauf", sagte Rebensburg, nachdem sie in den beiden Abfahrten von Lake Louise nur die Plätze 16 und 18 belegt hatte. Ihr bis dato bestes Saison-Ergebnis war ein vierter Platz im Riesenslalom von Sölden gewesen.

Schmidhofer, Weirather und Ledecká fahren hinterher

Tina Weirather hatte die kleine Super-G-Kristallkugel in den vergangenen beiden Jahren gewonnen, dementsprechend gehörte die Liechtensteinerin zum Kreis der Favoritinnen. Doch am Sonntag kam sie nicht in die Top-Ten-Ränge - ebenso Nicole Schmidhofer, die mit einem Rückstand von mehr als einer Sekunde auf die Siegerin nicht zufrieden gewesen sein dürfte. Die Österreicherin hatte die beiden Abfahrten von Lake Louise gewonnen. Mit mehr als zwei Sekunden hatte die tschechische Super-G-Überraschungsolympiasiegerin Ester Ledecká, die zugleich Snowboard-Weltcups bestreitet, einen noch größeren Rückstand.

Weitere DSV-Läuferinnen nicht in den Punkterängen

Kira Weidle (Starnberg), die bei der Abfahrt am Freitag (30.11.18) noch überraschend Abfahrts-Dritte gewesen war, kam am Sonntag auf den 35 Rang. Patrizia Dorsch (Schellenberg) wurde 39. Veronique Hronek, Meike Pfister und Michaela Wenig kamen nicht ins Ziel.

Thema bei MDR aktuell "Das Radio", 2.12.2018, 22:40 Uhr

Stand: 02.12.2018, 19:53

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