Neureuther und Dopfer beim Weltcup-Auftakt am Start

Felix Neureuther und Fritz Dopfer

Riesenslalom der Herren in Sölden

Neureuther und Dopfer beim Weltcup-Auftakt am Start

Felix Neureuther und Fritz Dopfer starten beim ersten alpinen Wettbewerb des Winters. "Stand jetzt gibt es keinen Grund, dass sie nicht fahren", sagte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier. Sicher dabei sind auch Stefan Luitz, Linuß Straßer und Alexander Schmid.

Felix Neureuther (SC Partenkirchen) plagt wieder einmal der Rücken. Zuvor hatte sich die Heilung des Knies länger hingezogen als gedacht. Viele Trainingstage fielen aus, unter anderem auch wegen einer hartnäckigen Pollenallergie. Deshalb fiel die Entscheidung über einen Start beim Weltcup-Auftakt in Sölden am Sonntag (10 und 13 Uhr) erst kurzfristig. Felix Neureuther hat sich nach einem letzten Härtetest im Training für einen Start entschieden und will am Sonntag sein Comeback geben, teilte der Alpinchef des Deutschen Skiverbandes, Wolfgang Maier, am Samstag mit.

Neureuther will nichts überstürzen

Mathias Berthold

Sölden heißt ja auch - ein Riesenslalom, höchste Belastung auf einem schwierigen Hang in dünner Höhenluft. Es ergibt keinen Sinn, dort anzutreten, wenn die Form nicht die beste ist. "Wenn du ein Jahr keine Wettkämpfe gefahren bist – der Druck in den Kurven, diese Fliehkräfte, da musst du dich wieder hintasten. Besonders bei Felix sind Kreuz und Knie immer ein Thema, deshalb ist wichtig, nicht zu übereilen", erklärte Männer-Cheftrainer Mathias Berthold. Er wollte sicher sein, dass "ein Start hundertprozentig Sinn macht."

Ehrgeiz ungebrochen

Neureuther will es ebenfalls langsam angehen, denn so richtig, beginne die Saison für ihn erst im Dezember oder Januar. Und bis zur WM in Are hat er sogar bis Februar Zeit. Sein sportlicher Ehrgeiz ist weiter ungebrochen. "Müssen tu ich nicht mehr", sagt Neureuther, "aber ich will!" Dorthin, "wo ich war". Er war unter anderem drei Mal WM-Medaillengewinner im Slalom (2013 Silber, 2015 und 2017 Bronze), und der Glaube, dass er diese Erfolge wiederholen kann, ist ungebrochen: "Wenn das nicht so wäre, würde ich es nicht machen." Allerdings gibt er zu: Das Vorhaben sei "ambitioniert".

Auch Dopfer muss abwarten

"Auch bei Fritz Dopfer fällt die Entscheidung kurzfristig", hatte Berthold angekündigt. Der 31-Jährige hatte sich im Spätsommer eine Sehnenverletzung zugezogen, die eine mehrwöchige Zwangspause mit sich brachte. "Erst Ende September konnte ich wieder mit dem Skitraining starten. Entsprechend motiviert war ich die letzten Wochen im Schnee, immer mit dem Ziel, den Saison-Auftakt in Sölden bestreiten zu können", sagt Dopfer (SC Garmisch).

Start von sieben alpinen Herren geplant

Stefan Luitz ballt die Faust

Neben Neureuther und Dopfer haben Stefan Luitz (SC Bolsterlang), Alexander Schmid (SC Fischen) und Linus Straßer (TSV 1860 München) einen Startplatz. Luitz erlitt nach großartigem Start in die vergangene Saison wie Neureuther einen Kreuzbandriss, ist aber wieder fit und gibt sein Comeback im Rennzirkus.

Auch Schmid plagten zuletzt gesundheitliche Probleme: "Unterm Strich fehlen mir zwar ein paar Schneetage, aber in den letzten Wochen normalisierte sich mein Gesundheitszustand, und jetzt freue ich mich sehr auf den Auftakt in Sölden". Der 24-Jährige war schon "zweimal in Sölden am Start gewesen und möchte jetzt im dritten Anlauf punkten." Teamkollege Linus Straßer hat dagegen eine gute Vorbereitung und fühlt sich bereit für den Saisoneinstieg: "Mein Ziel ist ganz klar die Qualifikation für den zweiten Durchgang und am Ende Punkte aus Sölden mit nach Hause zu nehmen."

Zwei weitere Startplätze werden noch unter Julian Rauchfuss (RG Burig Mindelheim), Frederik Norys (SC Garmisch) und Benedikt Staubitzer (SC Mittenwald) ausgefahren.

Wie ist die Wetterprognose?

Beim Rennen der Männer am Sonntag (10.00/13.00 Uhr) wird ein Föhnsturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 90 km/h erwartet - wie im Vorjahr könnte das Männer-Rennen womöglich wegen der Sicherheitsrisiken abgesagt werden.

Stand: 26.10.2018, 12:48

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